Systemanforderungen laut Hersteller: Windows 95/98 - Pentium II 233 - 8 MB 3D Grafikkarte mit Direct3D Unterstützung - DirectX 7 - 64 MB RAM - 8xCD-Rom Laufwerk. Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:

Panzer General  - Unternehmen Barbarossa - heißt der neue Strategiehammer von SSI! Die zahlreichen Neuerungen sind tatsächlich echte Verbesserungen, die den neuen Panzer General ohne jeden Zweifel in die Spitzengruppe der rundenbasierten Strategiespiele katapultieren. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle die " 1 Slot für alle Offiziere" - Regelung, die sinnvoll erweiterten Siegbedingungen und die nicht linearen Kampagnen. Da der Verkaufspackung zusätzlich noch die Ur-Version, nämlich Panzer General 1, als Fan-Bonus beiliegt, bekommt der Spieler sogar zwei absolute Spitzenspiele! Warum können das andere Hersteller eigentlich nicht? PG 1 revolutionierte vor etwa sechs Jahren das Genre der rundenbasierten Strategiespiele und ist ein Meilenstein des wargaming, der in keiner Sammlung fehlen dürfte! Jeder Stratege kann und sollte hier freudig zugreifen: Panzer General - Unternehmen Barbarossa - ist nicht nur das z.Zt. benutzerfreundlichste und zugänglichste rundenbasierte wargame, sondern zeichnet sich weiterhin durch einen knackigen Schwierigkeitsgrad aus, der Langzeitmotivation garantiert - ganz zu schweigen von den heftigen Online-Duellen, zu welchen es unweigerlich zwischen den zahlreichen PC-Generälen kommen wird.


Der GRENADIER.DE AWARD geht hiermit an PANZER GENERAL - UNTERNEHMEN BARBAROSSA!



Rezension:

Panzer General - Unternehmen Barbarossa- von den Strategiespezialisten SSI, welche mittlerweile zu Mattel Interactive gehören, rollt mit geballter Macht wieder  in die Spitzengruppe der rundenbasierten Strategiespiele! Es ist wirklich erstaunlich, was die Mannen von SSI unter dem Produzenten Dan Cermak wieder aus dem Erfolgsprinzip "Panzer General" herausholen konnten. Superleichte Benutzerführung gepaart mit enormem strategisch, taktischem Tiefgang zeichneten die erfolgreichste Strategiespielserie aller Zeiten schon immer aus und wieder einmal konnten die Programmierer von SSI durch ein wahres Bündel an Verbesserungen den neuen Panzer General deutlich, ja sogar sehr deutlich, verbessern. 

Gleich zu Beginn des Reviews möchte ich hervorheben, das SSI bzw. Mattel Interactive die Fans von Panzer General mit einer gelungenen Überraschung erfreuen wird, denn neben dem brandneuen Teil der Serie liegt der Verkaufspackung nicht nur ein starkes Poster bei, sondern auch der erste Ur-Panzer General! Super! Dieser Panzer General 1 liegt in Version 1.2 vor und ist sowohl unter DOS, Windows95/98, als auch unter dem MAC voll lauffähig und brillant wie eh und je! Das ist wahre Unterstützung für die Fans! Danke SSI! :-) Ich habe den guten alten PG 1, wie er unter wargamern liebevoll genannt wird, natürlich sofort auf die Festplatte geholt und umgehend  eine 39er Kampagne gestartet.....Doch kommen wir nun zum neuen Panzer General - Unternehmen Barbarossa!

Für alle Kenner der Panzer General Serie hier die Übersicht der Verbesserungen von Panzer General - Unternehmen Barbarossa - gegenüber dem direkten Vorgänger Panzer General IV - Western Assault. Anschließend werde ich eine grundlegende Spielbeschreibung für Genre-Neulinge anfügen, denn gerade für diese Gruppe von Spielern gibt es eigentlich kaum ein besseres Spiel, um sich mit dem Genre der wargames anzufreunden. Das liegt nun nicht daran, das Panzer General sehr leicht wäre, oh nein! Es liegt vielmehr in der Tatsache begründet, das die Spielbarkeit, Benutzerführung und Zugänglichkeit der Panzer General Serie so herrlich einfach ist.

Das ist NEU !

1. Nicht Lineare Kampagnen! Wow! Endlich keine starren Kampagnen mehr in der Panzer General Serie! Das hat mich doch richtig erfreut, kann ich nun nach jedem Sieg (oder jeder Niederlage, je nachdem....) wählen, an welcher Front ich weiterkämpfen möchte. Insgesamt gibt es 4 Kampagnen, die den Weg berühmter Generäle mehr oder weniger nachzeichnen. Auf deutscher Seite sind von Manstein und Guderian und auf russischer Konjew und Schukow vertreten. Die Kampagnen erstrecken sich über bis zu 18  Szenarien, was eine ganze Menge ist.

2. Ein Slot für alle! Das wurde auch Zeit... Egal wie hoch dekoriert ein Offizier auch sein mag, egal wie viele Sternchen oder Kreuzchen er im Laufe der Kampagne auch erhalten mag: Ein Offizier belegt ab sofort immer nur einen einzigen Slot! Das ist spitze und nun kann ich endlich alle meine Lieblingsoffiziere mit durch meine Kampagne nehmen. So schaffe ich mir wieder die harten Eliteverbände, die mir so stark ans Herz wachsen das ich bei deren Verlust doch gleich ein virtuelles Heldendenkmal errichten möchte....;-) oder aber wutentbrannt das Szenarium von neuem starte, wofür es einen Schalter gibt.

3. Namensvergabe! Sicher ein nettes Schmankerl, was aber immer wieder gerne genommen wird. Kann ich doch nun meinen eigenen und die Namen meiner Grenadiere an die Offiziere vergeben. Das erhöht natürlich sofort die Verbundenheit mit dem Spiel. Panzermeyer als Offizier der Königstiger-Abteilung, Cobra bei den Stukas, Wax bei der PAK, Hawk übernimmt die Artillerie und Sniper die Sturmpioniere.... ;-) usw....

4. 3D Wettereffekte! Leise rieselt der Schnee... nein, nein bis zu Weihnachten sollten Sie nun nicht mit der Anschaffung von Panzer General - Unternehmen Barbarossa warten...;-), denn nicht nur Schneetreiben wird nun optisch sichtbar angezeigt, sondern auch Regen und Nebel. 

5. Über 100 neue 3D Objekte! Natürlich sind das in erster Linie die ganzen russischen Einheiten, aber SSI hat sich damit allein nicht begnügt, sondern auch alle anderen Einheiten komplett überarbeitet! Das betrifft nicht nur deutsche Einheiten, denn es kommen auch englische und amerikanische Einheiten vor! Dazu mehr im nächsten Punkt. Es ist wohl klar, das sich alle Einheiten absolut detailgetreu, liebevoll animiert und natürlich in 3D über die Spielkarte bewegen.

6. Schlacht-Generator mit über 60 Landkarten! Ja, nun kann man mit ein paar Mausklicks schnell eine Schlacht generieren lassen und das Beste daran ist: Dies funktioniert nicht nur mit Ostfront-Szenarien! Selbstverständlich kann man auch Szenarien mit britischen oder amerikanischen Einheiten generieren lassen und somit auch an anderen Fronten, als ausschließlich an der Ostfront, kämpfen. Lediglich die vier Kampagnen spielen an der Ostfront, ansonsten ist der neue Panzer General durchaus in der Lage einen Mehrfrontenkrieg zu bestehen! Das hat mich überaus positiv überrascht.

7. Neue Animationen und Sound! Die neuen Animationen und Sounds sind wirklich sehens- bzw. hörenswert, drehen sich nun effektvoll die Türme der Panzer und verursachen die Kämpfe zwischen verschiedenen Einheiten die unterschiedlichsten Geräusche. Da hämmert die Granate gegen Panzerstahl, so daß die Funken sprühen oder Infanteristen beantworten den Artilleriebeschuß mit einem grimmigen: "Arrggghh!" Das Kampfgeschehen wird nun noch realistischer umgesetzt, was die Amerikaner wohl mit "living battlefield" bezeichnen würden, wobei ich auf eine deutsche Übersetzung allerdings verzichte, da sie m.M. nach eher makaber klingen würde...

8. Animationsgeschwindigkeit frei regelbar! So wunderschön die Animationen auch sind, irgendwann kommt unweigerlich der Zeitpunkt an dem man sie alle kennt. Dann möchte man das Spiel beschleunigen und evtl. auf die Animationen komplett verzichten. Kein Problem, nach wie vor ist dies mit einem Doppelklick möglich. Weiterhin kann nun aber auch die Animationsgeschwindigkeit völlig frei geregelt werden, so daß man seine eigene und ganz individuelle Einstellung benutzen kann. Eine kleine aber feine Verbesserung der Benutzerführung, die einer Erwähnung wert ist.

9. Erweiterte Kameraführung! Ja, jetzt ist es endlich möglich auch in der Vogelperspektive zu spielen. Das vereinfacht nun gerade die - bislang doch recht fummelige - Steuerung der Flugzeuge ganz ungemein. Eine sinnvolle Verbesserung, welche die Spielbarkeit erleichtert. Nach wie vor kann die Karte in alle Richtungen gedreht werden oder stufenlos heraus und herein gezoomt werden. Allerdings hätte ich mir gerade beim Herauszoomen doch etwas mehr Zoomstufen gewünscht, um mir mal schnell einen besseren Überblick zu verschaffen

10. Neue Taktikkarte! Männer, ´tschuldigung ich meine natürlich: Generäle! Die neue Taktikkarte ist echt die Wucht und begeistert mich durch die totale Übersichtlichkeit! Innerhalb einer Schlacht angeklickt, werden sofort alle eigenen und alle sichtbaren gegnerischen Einheiten hier angezeigt und zwar sehr übersichtlich und mit Infos versehen. Welche Einheit wurde schon bewegt, welche noch nicht usw... Ein Klick auf einen Punkt der Karte, läßt den Spieler direkt dorthin in die Spielkarte gelangen. Das ist gerade bei den größeren Karten eine weitere Verbesserung der Benutzerführung.

11. Highscore-Liste! Jetzt gibt es die abschließende Highscore-Liste für beendete Kampagnen. Nett, kann man doch so mit Freunden die Ergebnisse austauschen, um den besten General zu ermitteln oder aber eine Kampagne immer wieder durchspielen, um den alten Highscore zu brechen. Interessant dürfte dabei sein, das die Kampagnen ja nicht linear verlaufen! Welcher Weg wird also die höchsten Punkte bringen? 

12. Armee-Übersichtskarte! Wieder eine kleine Verbesserung im Detail, mit großem Nutzen für den Spielablauf. Ein Klick und schon ist der General über seine treuen Landser im Bilde. Alles schön übersichtlich im eigenen Fenster. Sinnvoll!

13. Offiziers-Übersicht! Im "Feldlager" ist es jetzt möglich per Klick alle seine Offiziere auf einmal zu betrachten, so daß die Schieberei mit den Pfeilen ein Ende hat - wenn man will, denn nach wie vor kann ebenfalls über die Schieberegler die Auswahl getroffen werden. Die neue Ansicht gefällt mir aber so sehr, das ich persönlich nur noch diese Variante wähle. Die Übersicht ist einfach wesentlich besser.

14. Neue Siegbedingungen! Panzermeyers Lieblingserneuerung, neben der "1 Slot für Alle"-Verbesserung, sind die neuen Siegbedingungen. Vorbei ist die Zeit, da man siegte sobald die entsprechenden Städte besetzt wurden! Jetzt kommen zahlreiche spannende Varianten oder auch ganze Kombinationen derselben hinzu. Mal muß eine Stadt erobert werden und eine gewisse Anzahl feindlicher Einheiten zerstört werden. Dann heißt es mit einigen Einheiten möglichst schnell an Austrittspunkte der Karte zu gelangen. Besonders knifflig sind Kombinationen wie: Erobere die Stadt X und breche mit fünf Einheiten durch. Die Durchbruchsstellen sind mit Pfeilen deutlich markiert. Was tun? Bricht man zuerst durch, dann fehlen einem die Einheiten bei der Eroberung der Stadt, greift man zuerst die Stadt an, dann reicht evtl. die Rundenzahl nicht mehr aus, um den Durchbruch zu schaffen. Diese Kombinationen machen Panzer General - Unternehmen Barbarossa - realistischer, spannender und kniffliger! 

15. Automatische Aufstellung! Diese Option ist sicher in einem Kampagnenspiel nicht immer zu empfehlen, aber für die schnelle Schlacht zwischendurch und für Neulinge doch eine nette Erleichterung.


Weiterhin bietet Panzer General - Unternehmen Barbarossa noch über 40 spezielle Führungsfähigkeiten für die Offiziere, einen Mehrspielermodus für bis zu vier Spieler, welche sich im LAN oder im Internet messen können und eine einfache, intuitive Benutzerführung, die stundenlanges Handbuchstudium überflüssig macht. Gerade Neulinge kommen sehr schnell mit dem Spiel zurecht und die Einführungsspiele (Tutorials) sind wirklich eine schöne Hilfe dabei. 

Was wäre ein Review ohne konstruktive Kritik? Nun, auch wenn der neue General einen hervorragenden Eindruck macht, so möchte ich doch noch folgende Punkte zur Sprache bringen: 1. Es gibt keine PBEM-Funktion. Da in den USA schon lange jeder nur  einen monatlichen Festbetrag fürs Telefon zahlt (Flatrate) ist eine PBEM-Funktion für die Spieler drüben sicher verzichtbar, aber in Deutschland wird es wohl noch das ein oder andere Jahr dauern, bis jeder hier eine Flatrate sein eigen nennen kann. Schade, das die PBEM-Funktion hier nicht extra für den europäischen Markt integriert wurde. Okay, das einzig Positive daran ist wohl, das die Betrügereien - die gerade bei e-mail Spielen leider an der Tagesordnung sind - bei einem online Spiel nicht mehr vorkommen dürften. 2. Neue Offiziere: Nach wie vor wird die Häufigkeit von neuen Offizieren auf zwei Typen eingestellt, was mir unverständlich ist. Warum kann der Spieler nicht einfach wählen? Bsp.: Im Laufe einer Kampagne erhält der Spieler die Meldung: "Neuer Offizier verfügbar". Dann könnte der Spieler sagen: Ich wähle einen Infanterie-Offizier oder aber einen neuen Flak-Offizier, ganz nach Gusto des Spielers. Allerdings sind das eigentlich auch die einzigen Punkte, die mir aufgefallen sind. Insgesamt gesehen überwiegen die Verbesserungen ganz eindeutig und lassen Panzer General - Unternehmen Barbarossa extrem gut aussehen. Sogar so gut, das sich der neue Panzer General den Grenadier - Award  erobern konnte!

 


Wie versprochen hier die grundlegende Spielbeschreibung für Genre-Neulinge: 

 

Panzer General - Unternehmen Barbarossa ist ein rundenbasiertes Strategiespiel mit absolut einfacher Benutzerführung, was jedoch mit enormem strategisch, taktischem Tiefgang einhergeht. Das geschichtliche Hintergrund dieses Spieles ist der 2. Weltkrieg und die Einheiten die im Spiel befehligt werden, hat es auch tatsächlich gegeben. Diese Einheiten werden nicht nur grafisch detailgetreu dargestellt, sondern unterscheiden sich auch in ihren Eigenschaften deutlich voneinander.   Bsp.: 

 

Hier sieht man zwei deutsche Panzer, den PzIb des Jahres 1939 und den berühmten Tiger, der 1942 gebaut wurde. Achtet auf die unterschiedlichen Werte! Deutlich zu erkennen ist, daß der Tiger ein wesentlich besserer Panzer war, als das "Übungsgerät" PzIb! Auch im Spiel stehen Neuentwicklungen erst ab der entsprechenden Jahreszahl zur Verfügung, also man kann nicht mit Tigern im Jahr 1939 spielen, sondern muß die damaligen Panzer benutzen usw. Wichtig ist natürlich das man im Verlauf einer Kampagne dann die obsoleten Einheiten gegen die neuen austauscht. Das gilt natürlich für alle vorkommenden Einheitentypen: Panzer - Artillerie - Infanterie - Pak - Aufklärer - Flak - Jagdflugzeuge - Bomber. Nicht jede Neuentwicklung war aber tatsächlich besser, als bewährte Einheiten! Wenn der Spieler also nicht alle realen Typen genau kennt, so sollte er die Werte betrachten und dann seine Entscheidung treffen. Die Offiziere spielen eine wichtige Rolle in Panzer General - Unternehmen Barbarossa! Ihre Fähigkeiten werden durch Stern- bzw. Kreuzsymbole dargestellt. Je mehr Symbole die Offiziere haben, desto mehr Aktionen können sie ausführen. Bsp.: 

 

Ein Offizier mit zwei Symbolen kann auch nur zwei Aktionen ausführen, einer mit fünf Symbolen kann auch fünf Aktionen ausführen. Je mehr Symbole er im Laufe einer Kampagne erhält, d.h. er "lernt" dazu, desto bessere Fähigkeiten entwickelt er und kann seine Einheit effektiver führen.

Wichtig ist nun, die jeweils besten Offiziere mit den jeweils besten Einheiten zu kombinieren, wobei Infanterie-Einheiten auch von Infanterie-Offizieren, bzw. Panzer-Einheiten auch von Panzer-Offizieren usw. geführt werden sollten. Die Armeegröße ist abhängig von den sog. "Slots". Je mehr Slots vorhanden sind, desto mehr Einheiten können in die Armee aufgenommen werden. Durch Siege wird die Anzahl der Slots erhöht! Nun kann für jede Schlacht die Armee individuell zusammengestellt werden.  Je nachdem wie die zu erreichenden Ziele definiert sind, kann es sinnvoll sein seine Armeezusammenstellung zu variieren. Müssen viele Städte erobert werden, so sollten Artillerie und Pioniere nicht fehlen, müssen Austrittspunkte erreicht werden, so kann der Einsatz von weitreichenden Aufklärern und Fallschirmjägern interessant sein usw... Ganz wichtig ist allerdings auch der kombinierte Einsatz der unterschiedlichen Waffen und die Konzentration der Kräfte. Mit einem Panzer in eine, mit befestigter Infanterie besetzte, Stadt zu fahren wird nur derbe Verluste bringen! Ist diese Stadt noch mit Artillerie und Flak geschützt, so wird es durchaus schwierig sie zu nehmen. Dann hilft nur die richtige Kombination der Waffen und die abgestimmte Reihenfolge des Angriffs. 

Bsp.: Gut verteidigte Stadt.

 

So in etwa könnte ein Angriff auf eine derartig verteidigte Stadt aussehen: Artillerieeinsatz gegen die Flak, anschließend Angriff mit Bombern auf die feindliche Artillerie und Infanterie. Dann Angriff mit Pionieren auf die Stadt. Diese Reihenfolge ist immens wichtig, denn würden zuerst die Pioniere gegen die Stadt stürmen, so würden sie im feindlichen Artilleriefeuer verbluten. Würden die Bomber zuerst angreifen, wären sie leichte Beute für die feindliche Flak usw... 

Bsp.: Trotzdem eroberte Stadt. ;-) 

 

Also Ihr seht schon: Erst denken, dann handeln! Besonders interessant für Neulinge ist natürlich auch das Ur Panzer General, in dem es übrigens noch nicht die Offiziere gab. Sehr schön, das es der Verkaufspackung beiliegt, kann der Spieler doch so direkt den ersten Teil der Serie mit dem letzten vergleichen! Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, dem empfehle ich sich auch mal alle anderen bisher erschienen Teile anzusehen: Bisher wurden folgende Spiele veröffentlicht:

Panzer General - Allied General - Pazifik Admiral - Fantasy General - Star General - Panzer General IIID - Dynastie General - Panzer General IV Western Assault - und nun eben Panzer General Unternehmen Barbarossa.

Von SSI gibt es ebenfalls noch die sehr interessante Steel Panthers Reihe, die sicher jeder Fan der Panzer General Serie auch lieben wird: Steel Panthers 1 - Steel Panthers 2 - Steel Panthers 3

Bleibt mir nur noch zu wünschen: GUTE JAGD!


Hintergrund: 

Das Unternehmen Barbarossa startete am 22. Juni 1941. Ob es ein "Überfall auf die friedliebende Sowjetunion" oder aber ein "Präventivschlag gegen einen übermächtigen Gegner" war, ist bis heute scheinbar noch nicht abschließend festgestellt worden. Neueste Forschungsergebnisse (z.B. das neue Buch "Stalins verhinderter Erstschlag" von dem ehemaligen russischen Generalsstabsoffizier Viktor Suworow) , die auf nunmehr zugänglichen russischen Archiven basieren, tendieren wohl eher in Richtung "Präventivschlag".  Aus zahlreichen Gründen möchte ich mich persönlich zu dieser sehr komplizierten und schwer belasteten Problematik nicht festlegen und überlasse das den Historikern. Jedenfalls kam es zu enormen Anfangserfolgen der deutschen Wehrmacht, obwohl die deutsche Führung sowohl die Kampfkraft der sowjetischen Verbände, als auch die Witterungsbedingungen des riesigen sowjetischen Reiches völlig unterschätzt hatte. Die von Stalin begonnene Praxis der "verbrannten Erde" wurde im späteren Verlauf dieses unmenschlichen Konfliktes auch von deutscher Seite übernommen. Für die Menschen, die diesen Wahnsinn durchstehen mußten, kam erschwerend hinzu das sich an der sog. Ostfront auch zwei diktatorische Systeme und gegensätzliche Ideologien bekämpften. Letztendlich siegte die UdSSR mit Hilfe der westlichen Verbündeten und überzog den Osten Deutschlands mit dem brutalstem Terror der Vertreibung, alles gebilligt und abgesegnet durch die westlichen Demokratien. Militärische Wendepunkte des Konfliktes waren sicherlich die Schlachten bei Stalingrad, Kursk und der gewaltige sowjetische Stoß der Operation Bagration. 

Hier noch eine kurze Beschreibung der Generäle, die in den Kampagnen angewählt werden können:

 

Iwan Stepanowitsch Konjew. *28.12.1897 in Lodejno. +21.5.1973 in Moskau. Marschall der Sowjetunion. Konjew war Berufssoldat, trat 1918 in die KPdSU ein und nahm auf Seiten der Roten Armee am russischen Bürgerkrieg teil. Im Herbst 1941 übernahm er als Oberbefehlshaber die sowjetische Westfront und dann bis Sommer 1942 die Kalinin-Front. Im Sommer wurde er Oberbefehlshaber der Steppenfront, um dann im Oktober 1943 die 2. Ukrainische Front zu übernehmen. Im Mai 1944 wurde er Oberbefehlshaber der 1. Ukrainischen Front und blieb es bis zum Kriegsende. 1946 war er Oberbefehlshaber der sowjetischen Landstreitkräfte. 1955 wurde er Oberbefehlshaber des Warschauer Paktes. Am 10.8.1961 wurde er Oberbefehlshaber der sowjetischen Heeresgruppe in der damaligen DDR.


Georgi Konstantinowitsch Schukow. *2.12.1896 in Strelkowa. +18.6.1974 in Moskau. Marschall der Sowjetunion. 1915 Eintritt in die russische Armee. Von 1932 bis 1936 war er Kommandeur der 4. Donkosakendivision. 1937 wurde er kommandierender General der III. Kavalleriekorps und 1936 des VI. Kosakenkorps. Ab 1939 war er Oberbefehlshaber einer Armeegruppe am Chalchin-Gol. Am 1.2.1941 wurde er stellvertretender Volkskommissar der Landesverteidigung und Chef des sowjetischen Generalstabes. Ab 29.7.1941 kommandierte er die Reservefront und ab 7.10.1941 die Westfront. Am 26.8.1942 erfolgte die Ernennung zum stellvertretenden Oberbefehlshaber der Roten Armee. Am 29.3.1944 übernahm er als Oberbefehlshaber die 1. Ukrainische Front und am 16.11.1944 die 1. Weißrussische Front. Ab Juni 1945 war er Oberbefehlshaber der sowjetischen Heeresgruppe in Deutschland und wurde 1955 Verteidigungsminister der Sowjetunion.


Erich Fritz Georg Eduard von Manstein, wurde am 24.11.1887 in Berlin,  als Sohn eines preußischen Generals geboren und hieß eigentlich Erich von Lewinski. Er wurde jedoch von seinem Onkel adoptiert und erzogen. Erich von Manstein war Berufssoldat und 1906 zum Leutnant befördert. Im 1. Weltkrieg war er im Generalstab eingesetzt und anschließend von der Reichswehr übernommen. 1934 wurde er Oberst und Stabschef im Wehrkreis Berlin. 1935 wurde er Chef der Operationsabteilung im Generalstab des Heeres. 1.10.1936 Beförderung zum Generalmajor und am 1.4.1938 zum Generalleutnant. Am 1.9.1939 war er Chef des Generalstabes der Heeresgruppe Süd und übernahm sie als Chef am 26.10.1939. Er entwickelte den sog. "Sichelschnittplan", mit dem 1940 der Westfeldzug siegreich beendet wurde. Ab 1.2.1940 war er Kommandierender General des deutschen XXXVIII. Armeekorps und überschritt mit ihm die Seine, wofür er am 1.6.1940 zum General der Infanterie befördert wurde und das Ritterkreuz erhielt. Zu Beginn des Unternehmens Barbarossa stieß er im Sommer 1941 bis Leningrad vor . Im September 1941 übernahm er den Oberbefehl über die 11. Armee im Südabschnitt der Ostfront. Am 7.3.1942 Beförderung zum Generalobersten und Eroberung von Sevastopol mit der 11. Armee im Juni/Juli 1942. Beförderung zum Generalfeldmarschall. 22.11.1942 wurde er Oberbefehlshaber der Heeresgruppe Don und später der Heeresgruppe Süd. Aufgrund seiner Initiative nach dem Desaster von Stalingrad brach die Südfront nicht völlig zusammen, wofür er die Schwerter erhielt. Am 30.3.1944 wurde er aufgrund schwerster Meinungsverschiedenheiten mit Hitler von dem Diktator  in die sog. Führerreserve versetzt, was einer Entlassung unter Beibehaltung des Soldes gleichkam. Der, selbst vom Feind, hoch geachtete und als fähiger Heerführer berühmte Erich von Manstein wurde nie wieder eingesetzt. Die Alliierten verhafteten Erich von Manstein nach der Kapitulation der deutschen Wehrmacht und ihm wurde der Prozess gemacht. Am 23.8.1949 wurde er, mittlerweile im Alter von 62 Jahren, zu 18 Jahren Haft verurteilt. Allerdings wurde er bereits 1953, also nach vier Jahren, aus gesundheitlichen Gründen aus der Haft entlassen. Erich von Manstein starb am 10.6.1973 in Irschenhausen. Von ihm stammen die beiden Bücher "Verlorene Siege" und "Aus einem Soldatenleben 1887-1939".


Heinz Guderian.*17.6.1888 in Kulm an der Weichsel (Westpreußen). +15.5.1954 in Schwangau. Generaloberst und Generalinspekteur der Panzerwaffe. Im 1. Weltkrieg war er Generalstabsoffizier und wurde von der Reichswehr übernommen. Am 1.2.1938 zum Generalleutnant befördert und zum Kommandierenden General der Panzertruppen ernannt. Am 1.11.1938 Beförderung zum General der Panzertruppen und bereits am 20.11.1938 Chef der "Schnellen Truppen". Er begann die deutsche Taktik der Panzertruppen zu entwickeln. 1939 war er im Polenfeldzug Befehlshaber des XIX. Armeekorps und 1940 führte er die "Panzergruppe Guderian" sehr erfolgreich im Westfeldzug. 1.7.1940 Beförderung zum Generalobersten. Am 5.10.1941 übernahm er die 2. Panzerarmee im Osten als Oberbefehlshaber. Nach schweren Auseinandersetzungen mit dem General von Kluge wurde er von Hitler zur Führerreserve versetzt. Am 1.3.1943 wurde er zwar zum Generalinspekteur der Panzerwaffe ernannt, bekam aber kein Kommando an der Front. Erst am 21.7.1944 wurde er reaktiviert und Chef des Generalstabes des Heeres. Hitler setzte ihn aber nach schwersten Differenzen am 28.3.1945 ab und beurlaubte ihn auf unbestimmte Zeit. Am 10.5.1945 wurde er von amerikanischen Soldaten gefangen genommen und am 17.6.1948 frei gelassen. Heinz Guderian schrieb das Buch: "Erinnerungen eines Soldaten".


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