Systemanforderungen laut Hersteller: Windows 95 oder höher - Direkt X 6.0 oder höher - 800 x 600 Monitorauflösung oder höher - 16 bit Color Video Card oder höher Fazit
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Rezension

Fazit:

Armies of Armageddon ist grafisch betrachtet zwar ein "häßliches Entlein", hat aber dafür eine ordentliche Spieltiefe. Das Spiel läuft stabil, flüssig und macht Spaß. Dank der enormen Editiermöglichkeiten kann mit diesem "Bausatz" tatsächlich viel erschaffen werden. Wargamer, die es lieben ihre eigenen Szenarios zu erstellen, sollten sich Armies of Armageddon mal ansehen.



Rezension:

Armies of Armageddon (WDK Series) ist ein rundenbasiertes Strategiespiel von Boku Strategy Games und wird von Shrapnelgames.com vertrieben.Das WDK, hinter dem eigentlichen Namen, steht für Wargamer Development Kit, also (frei übersetzt) Entwicklungsbausatz für Wargamer. Die Jungs von Boku verfolgen mit diesem Spiel deshalb zwei Ziele: 1. Es soll ein exzellentes Spiel für Wargamer sein, bei dem nicht Kamerad "Zufall" entscheidet, sondern der Spieler die Auswirkungen der Kämpfe anhand des Regelwerkes nachvollziehen kann. 2. Es soll ein Spiel sein, welches auf einfache und weitgehende Weise modifizierbar ist.

Betrachten wir erst einmal das Spiel an sich. Die Story (auf die ich jetzt, in der Hoffnung, dass Ihr mir verzeihen möget, nicht näher eingehen möchte) spielt, wie der Titel schon ankündigt, in ferner Zukunft. Es ist also eine Art Science-Fiction Wargame. Nach übersichtlichen Auswahlmenüs, aber etwas altmodischem Laden der Spieldateien, kann die Schlacht beginnen. Es stehen eine Kampagne und über 20 einzelne Szenarios zur Verfügung, wobei die Seite frei gewählt werden kann. Hot-Seat oder PBEM-Spiele sind natürlich auch möglich. Das Spielfeld mit Landkarte und den darauf befindlichen Einheiten nimmt etwa 70% der Bildschirmoberfläche ein. Auf den restlichen 30% tummeln sich sechs weitere Anzeigen und Menüs (Bilder der gewählten Einheit, Mitteilungsfenster, Beschreibung der gewählten Einheit mit Waffen, kleine Übersichtskarte und das Eingabemenü). Das macht nicht nur einen guten und übersichtlichen Eindruck, sondern beweist beim Spielen auch seine effektive Funktionalität! Das Spielfeld mit den Einheiten sieht man von oben ("Draufsicht") und die Grafik entspricht sicher nicht mehr dem heutigen Standard, des mittlerweile ebenfalls verwöhnten Wargamers. Unter Rauch und Nebel kann man manchmal Truppen nur schwer erkennen, aber das kommt auch nicht sehr häufig vor. Kleine Fehlerchen der Animation, insbesondere bei der Darstellung von Waffenwirkungen lassen den Spieler schmunzeln, denn zum Glück kommt es nicht zu Abstürzen oder ähnlichen unerfreulichen Dingen. Nein, Armies of Armageddon läuft sehr stabil und auch ohne CD-Rom im Laufwerk, wenn man auf die "Endzeitmucke" verzichten kann. Die Geräuschkulisse bleibt aber vorhanden, so dass die Schreie der Soldaten und das Feuern der Waffen immer wieder vernommen werden können. Die einzelnen Spielzüge sind in Phasen unterteilt: Phase 1 ist Bewegung, wobei jeder Soldat bzw. jedes Fahrzeug oder Flugzeug eine begrenzte Reichweite hat. Bei Fahrzeugen sollten sie vor Hindernissen rechtzeitig die Geschwindigkeit verringern, da sie ihr neues Vehikel sonst von der Häuserwand kratzen können.... Phase 2: Zielen auf die bösen Feinde. Die Trefferwahrscheinlichkeit wird in % angegeben, was mir sehr gut gefällt. Je näher am Feind, desto eher die Wahrscheinlichkeit einen Treffer zu landen. Natürlich wird auch die Blickrichtung der Kämpfer berücksichtigt, denn auch den Mutanten bei Armies of Armageddon sind hinten noch keine Augen gewachsen. Phase 3: Feuer frei! Hier werden die Kämpfe mit kleinen Animationshäppchen und dem zugehörigen Sound ausgetragen. Betrachten wir nun einmal das zweite Ziel von Boku: Ein Bastelbausatz für Wargamer? Tatsächlich! Hier kann der engagierte Szenariodesigner nach Herzenslust an sämtlichen Knöpfchen drehen. Möglich ist so ziemlich alles, da alle Werte verändert werden können. Man könnte sogar statt Science Fiction einen anderen Hintergrund wählen, wie wär´s mal mit 1870/´71 oder dem 1. Weltkrieg? Der Editor ist wirklich ein starkes Stück und alle, die gerne Spiele nach ihrem Geschmack verändern, werden ihn lieben. 


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