Systemanforderungen laut Hersteller: Mindestens Pentium 200 Mhz oder kompatibel - Windows95/98 mit 32 MB Ram - 4x CD-Rom-Laufwerk - 400 MB Festplattenspeicher - DirectX kompatible 3D Grafikkarte - DirectX kompatible Soundkarte - Windows95/98 kompatible Maus Fazit
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Rezension

Fazit:

Codename Eagle ist eines der seltenen Spiele, die sich die Zeitepoche rund um den 1. Weltkrieg angenommen haben. Zugegeben, es handelt sich bei Codename Eagle jetzt nicht um ein Strategie- oder Taktikspiel, sondern wird eher Freunde von Spielen wie z.B. "Hidden & Dangerous" ansprechen. Es ist aber viel action-betonter als "Hidden & Dangerous" und wohl schon dem Genre der 3D-Shooter zuzurechnen. Der Spieler steuert die Spielfigur RED und verkörpert einen Einzelkämpfer. Neben Kämpfen auf festem Boden, zu Fuß mit Handfeuerwaffen etc. oder in Panzern und gepanzerten Fahrzeugen, werden auch Luftkämpfe in Doppeldeckern ausgetragen oder es müssen Schiffe gesteuert werden. Es geht hier also recht vielseitig zu. Die Hintergrundstory mit dem Time-Warp ist so abgefahren, das sie schon wieder richtig gut ist. ;-) Außerdem wird die Geschichte im Laufe der Kampagne weiter erzählt und wartet mit spannenden Enthüllungen darauf, vollends entdeckt zu werden. Codename Eagle bringt eine Menge Spaß, wenn man mal skurile Waffen und Fahrzeuge benutzen und bekämpfen will. Machen Sie aber nicht den Fehler und betrachten das Spiel als eine Simulation, denn das will Codename Eagle auch gar nicht sein



Rezension:

Codename Eagle von Talonsoft/TAKE 2 führt Sie in eine Parallelwelt (Tja, was es nicht so alles gibt!). Um die letzte Jahrhundertwende (ich meine jetzt die von 1900) gab es einen "Time-Warp" und alles verlief ganz anders(!) als in der realen Welt..... Der letzte Zar von Rußland segnete das Zeitliche und sein Nachfolger, mit dem seltenen Namen "Peter", baute in dem Riesenreich viele Riesenfabriken. Diese Riesenfabriken wiederum produzierten riesenhafte Mengen von Kriegsmaterial, wobei wir so langsam zu dem eigentlichen Spiel kommen. Rußland griff nach der Weltherrschaft (das kommt mir dann doch wieder irgendwie bekannt vor...) und walzte mit seinen riesigen Mengen an Mensch und Material alle Gegner nieder. Alle --- bis auf ein kleines Dorf an der Küste von.....oooopss!! HALT! `Tschuldigung, jetzt bin ich doch in den falschen Film geraten. Jedenfalls konnten die bösen Russen aus der parallelen Welt natürlich noch nicht die ganze Welt erobern, denn eine gewisse "Allianz" bietet dem schwarzen Peter von Rußland noch keck die Stirn. Im parallelen Jahre 1927 gründete diese Allianz nämlich eine geheime Untergrundgruppe mit dem alles sagenden Namen: "Shadow Command"! RED, in diesem Falle ein Eigenname und keine fremdsprachliche Bezeichnung einer Farbe, ist Mitglied dieser Spezialeinheit und er brennt nicht nur darauf tief hinter der Frontlinie alleine in Feindesland abgesetzt zu werden, um die russische Kriegsmaschinerie zu zerstören, nein er stellt Ihnen, lieber Leser, auch noch seinen virtuellen Körper zwecks Steuerung zur Verfügung! Werden Sie RED und begeben Sie sich in das unglaublichste Abenteuer seit dem letzten Time-Warp. Schaffen Sie es, die zwölf großen Missionen der Kampagne zu überstehen und dadurch den bösen Zaren Peter zu stürzen? Gespielt wird Codename Eagle in der Manier eines 3D-Shooters und die Ähnlichkeiten zu diesem Genre sind zu stark, als das man Codename Eagle woanders zuordnen könnte.  RED ist übrigens ein echter Held und kann mit zehn verschiedenen Waffen hantieren. Doch Messer, Gewehre, Pistolen und Sprengsätze sind natürlich nur die kleineren Spielzeuge eines echten Einzelkämpfers. RED ist außerdem firm im Ungang mit den sechs im Spiel zu benutzenden Landfahrzeugen, wie Motorrad, LKW oder Panzern etc. Weiterhin hat RED auch den Bootsführerschein beizeiten gemacht, so dass er Holz- und Torpedoboot bedienen kann. Bei der Ausbildung im "Shadow Command" wurde wirklich nicht gegeizt, denn sogar Jagd- und Bomberflugzeug kann unser Held einsetzen. Hier wird der Feind zu Lande, zu Wasser und in der Luft bekämpft! RED sollte sich aber immer rechtzeitig nach Benzin und Munition umsehen, denn ohne diese essentiellen Zutaten nützen ihm weder Waffen, noch schweres Gerät etwas. Glücklicherweise liegt hin und wieder etwas von diesen Materialien im Gelände herum oder RED bedient sich bei erledigten Gegnern. Waffen und Fahrzeuge können nämlich aufgesammelt bzw. benutzt werden. Bei heftigeren Auseinandersetzungen, welche sich kaum vermeiden lassen, wird RED auch schon mal angeschossen, aber hier lindern kleinere Verbände erste Kratzer und sollten die Blessuren zu stark werden, so muss RED schon einmal zum Erste-Hilfe-Pack greifen. Je mehr RED bei einem Einsatz lädiert wird, umso übler zugerichtet zeigt sich sein Gesicht, so dass man rechtzeitig merkt, wann das Köfferchen mit dem roten Kreuz geöffnet werden sollte. Die Waffen und Fahrzeuge sind übrigens denen des ersten Weltkrieges nachempfunden. Eine Tatsache die mich besonders an diesem Spiel gereizt hat, denn Spiele mit dem Hintergrund WWI sind nach wie vor mit der Lupe zu suchen. Die Präsentation von Codename Eagle ist zudem wirklich stimmungsvoll gemacht. Der "Sprrrecherrrr" mit dem "rrruuussssieschääännn" Dialekt trägt ebenso dazu bei, wie die tragisch-mysteriöse Musik. Die Grafik ist okay und entspricht dem Standard des Genres, doch die Steuerung der Spielfigur ist gewöhnungsbedürftig. Als Fußgänger ist RED noch leicht zu lenken, aber sobald er Fahrzeuge oder gar ein Flugzeug besteigt, wird einem recht viel an Fingerfertigkeit abverlangt. Die einzelnen Missionen der Kampagne haben es ganz schön in sich. Sie sind abwechslungsreich und der Schwierigkeitsgrad ist nicht von Pappe. Um die Aufgaben erfüllen zu können wird nicht nur ein flinker Finger am Abzug verlangt, sondern auch Spürsinn und Kombinationsgabe. RED kann mit einigen im Spiel vorkommenden Personen (NPC´s) kurze Gespräche führen und gewisse Abkommen mit ihnen treffen. Oftmals erweist es sich bei einer Mission, das die Aufklärungsabteilung hätte besser arbeiten können. In solchen Fällen heißt es für RED dann improvisieren und Gegenstände kombinieren. Es zählt nur die erfüllte Mission, nach der sich die spannende Story mit überraschenden Verwicklungen, weiterspinnt. Diese Hintergrundstory ist es denn auch, die den Spieler immer wieder antreibt in REDs virtuellen Heldenkörper zu schlüpfen und den Kampf gegen einen schweren und mächtigen Gegner wieder aufzunehmen. Abschließen möchte ich diese Rezension mit dem Hinweis auf die Mehrspieler-Optionen von Codename Eagle: 2 bis 16 Spieler können sich auf 5 Karten in diversen Modi messen oder auch als Team spielen. Das geht mit IPX oder TCP/IP kompatiblen Netzwerken, egal ob im LAN zu Hause oder per Internet.  


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