Systemanforderungen laut Hersteller: Pentium Prozessor - 32 MB RAM - 8 MB Grafikkarte - 20 MB Festplatten Speicher - Maus - Microsoft Windows 95 / 98 - Microsoft DirectX ab 6.0 Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:

Mit Combat Command 2 ist Shrapnelgames m.M. nach ein gutes bis sehr gutes Spiel gelungen. Hexfeldgeneräle werden ihre Freude haben. Von der Grafik her ist Combat Command 2 eher durchschnittlich, aber das stört bei diesem Programm nicht weiter, die Akzente werden auf anderen Bereichen gesetzt und das ist gut so. Für nette PBEM Schlachten ist das Spiel sicher geeignet. Der Sound ist etwas dürftig, ich hoffe hier wird es noch Ergänzungen geben.



Rezension:

Combat Command 2 von Boku Strategy Games wird von Shrapnelgames vertrieben. Die Installation der Demo-Version funktioniert reibungslos unter den gängigen Windowsarten ab Windows 95. DirectX ab Version 6 ist Voraussetzung.

Das Spiel simuliert auf taktischer Ebene Kämpfe von Bataillonen und Kompanien. Der erste Teil dieser Serie spielt in den Kriegsschauplätzen im Westen und im Mittelmeerraum der Jahre 1940 -1945. Luftlandungen mit den grünen Teufeln, den dt. Fallschirmtruppen auf Kreta oder groß angelegte amphibische Operationen von US Rangern bei Anzio, nichts wurde vergessen. Die technische Umgebung gleicht in etwa RED THUNDER von Edensoft. Die Hexliebhaber dieses Genres können sich auf ein sauber programmiertes Spiel freuen.

Das Spiel startet mit einem Auswahlfenster bei dem abgefragt wird, welcher Spielmodus gewünscht ist. Sehr erfreulich ist gleich die PBEM Funktion. Spiele ohne diese Funktion sollten gar nicht mehr angeboten werden. Natürlich gibt es auch die Wahl eines Computergegners, dessen Einstellungen sehr variabel sind. Die Aggressivität kann von stark bis übervorsichtig eingestellt oder gar die Angriffstaktik speziell zugeschnitten werden. Auch der Fog of War fehlt nicht. Nachdem man seine Einstellungen getroffen und bestätigt hat, empfängt uns eine gute bis sehr gute Grafik mit den beliebten Hexfeldern. Das Handling ist simpel, aber sehr funktionell auch ohne Anleitung kann es schnell losgehen.

Jedes Hex stellt etwa 1/2 km dar. Die Züge gliedern sich in 4 Stunden Turns. Der eigentliche Bildschirm teilt sich in eine große Übersichtskarte mit kleinen Infofenstern, die bei Bedarf abgeschaltet werden können. Die Übersichtskarte kann in drei Stufen gezoomt werden. Mit einer für Windows typischen Menüleiste kann man sich sehr schnell Statistiken herbeiholen, um festzustellen welche Einheiten noch in Kommandoreichweite oder in Versorgung stehen. Diese Statistiken werden auch grafisch auf der Karte eingezeichnet. Für jede Einheit kann der Bewegungsradius sichtbar gemacht werden, doch ist bei einem gewählten Fog of War ein Hinterhalt von Feindkräften möglich. Also ist Aufklärung angesagt. Stellt sich der Feind zum Kampf, kann ein Angriff befohlen werden. Diese Angriffe können kombiniert oder einzeln vorgetragen werden. Bei einigen Szenarien kann auch die Artillerie oder die Luftwaffe eingreifen.

Anhand des Kretaszenariums versuche ich nun das Spielprinzip etwas näher zu erläutern. Nachdem ich das Szenarium ausgewählt habe, fragt mich der Computer welche Absprungszone ich bevorzuge. Gesagt getan, meine braven "Fallschirmer" aus Niederbayern springen und nehmen gleich Stellung ein. Nun heißt es meine taktischen Aufträge angehen. Meine Fallschirmjäger klären auf. Die englischen Kompanien sind gut eingegraben. Ich muss daher die englischen Stellungen umgehen, um deren Versorgungen zu kappen. Das bringt mir im Kampf Vorteile, da auch der Engländer essen muss und Munition für den harten Kampf gegen meine Fallschirmtruppen braucht. Die ersten Angriffe gegen ein Sieghex laufen. Doch ein englischer Gegenstoß mit einigen Tanks bringt einigen meiner Truppen Zersplitterung, die meine Kampfkraft schwächen. Der Computer selbst zieht gar einige meiner Truppen aus dem unmittelbaren Kampfgeschehen zurück. Nun heißt es meine Kräfte zusammenfassen, um den entscheidenden Schlag zu landen. Doch eine feindliche Einheit will sich nicht ergeben. Sie wird vollkommen zerschlagen... Etwa so könnte ein Spielzug aussehen.

Doch wie kann ich meinen Einheiten Befehle erteilen? Nun jede Einheit kann mehrere Haltungen einnehmen. Sie kann sich defensiv oder offensiv aufstellen. Oder kann in einen Reservemodus gestellt werden, der ihre Frische erhält. Auch Eingrabungen sind möglich. Ein ganzer Spielzug zieht sich durch mehrere Phasen, es gibt eine Angriffs -und eine Bewegungsphase. Dann wird der Kommandoradius und der Versorgungslevel berechnet. Die einem HQ unterstellten Einheiten müssen sich in Kommandoreichweite befinden, sonst sinkt die Effizienz.

Das Angebot der Szenarien der mir vorliegenden Betaversion ist sehr reichhaltig: Anzio, Sangro River, San Pietro, Salerno, Gela, Troina, Primosole Bridge, Syracuse, Palermo, Maleme, Heraklion, Tebourba Gap, St. Vith, Celles, Bastogne, Hurtgen Forest, Stolberg Corridor, Sealion, Sword, Carentan und ein zustätzliches D-Day Szenarium!

Ich kann das Review aber nicht abschließen, bevor ich den verfügbaren Editor würdige. Sehr simpel bedienbar, aber ein mächtiges Werkzeug in des Spielers Hand. Sehr schnell sind wunderbare Szenarien erstellt. Das Teil gefiel mir sehr gut, vor allem wegen seiner Übersichtlichkeit.


Hintergrund: 

Nach diesem Review komme ich nicht umhin ein paar Worte über  Shrapnelgames zu verlieren. Shrapnelgames ist 1999 gegründet worden und bietet seitdem mehr und mehr hochklassische Wargames an. Ich erinnere an Brigade Combat Team oder das nun erschienene Steel Beasts. Vielleicht schaffen die Jungs es sich zwischen SSI, Talonsoft oder Battlefront zu behaupten. Ich glaube sogar, das sie es schaffen. Jeder interessierte Stratege sollte immer mal bei Shrapnelgames vorbeischauen, es lohnt sich.


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