Systemanforderungen laut Hersteller: Windows 98 / 95 / NT 4.0 SP 5 oder höher - Pentium 233 oder vergleichbar - 64 MB RAM - 800 MB freier Festplattenspeicher - 4x CD ROM Laufwerk - DirectX- kompatible Grafikkarte Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:

Diablo II von Blizzard Entertainment macht einfach nur Spaß! Vivendi Universal Publishing hat hier ein starkes Spiel im Angebot! Diablo II hat, wie schon der erste Teil, enormes Suchtpotential. Die vielen kleinen Details, die scheinbar endlose Anzahl verschiedener magischer Gegenstände, die Möglichkeiten die sich aus der Kombination dieser Gegenstände ergeben, die verschiedensten Monster- Arten, die actiongeladenen Kämpfe, die ständige Verbesserung der eigenen Fähigkeiten....das Zusammenspiel all dieser Dinge, sowie die hohe Qualität der Grafiken und Zwischenfilme, machen unter anderem den Reiz dieses Spiels aus. Da die Umgebung zufallsgeneriert ist und auch viele der Monster einzigartig sind, kann Diablo II immer wieder aufs neue gespielt werden, ohne dabei langweilig zu werden. Wem der erste Teil "Diablo" gefiel, der wird von Diablo II begeistert sein. Übrigens gibt's Diablo 1 mittlerweile sehr günstig im Handel, so daß jeder der noch unsicher ist, ob Diablo II etwas für ihn ist, erstmal das Grundprinzip des Spiels mit dem ersten Teil erforschen kann. Das Diablo II Expansion Set "Lords of Destruction" ist für den Fan ein absolutes Muss, denn es bietet eine Vielzahl von Verbesserungen.



Rezension:

Das Schwert geschärft, die Rüstung poliert,  und keine Gnade für Untote, Geister und sonstige übernatürliche Bedrohungen.

In Diablo II von Blizzard Entertainment zieht der Spieler wieder als Held oder Heldin durchs Land um den Dämon Diablo und seine Horden von finsteren Kreaturen zu vernichten. Schon der erste Teil war seinerzeit ein absolutes Spitzenspiel mit extrem hohem Suchtfaktor, was Grund genug ist, sich den zweiten Streich im Kampf gegen das Böse einmal etwas genauer anzusehen. Vivendi Universal Publishing bietet den Titel in Deutschland an.

Zunächst muß ausgewählt werden, mit welcher Spielfigur man in den Kampf ziehen will. Es stehen fünf verschiedene Charakterklassen zur Auswahl: Amazone, Barbar, Paladin, Totenbeschwörer oder Zauberin. Jede Charakterklasse hat ihre speziellen körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Im Verlauf des Spiels können die speziellen Fähigkeiten des Charakters immer weiter verbessert und auch neue Fähigkeiten dazugelernt werden. Diese speziellen Fähigkeiten werden im Spiel als Fertigkeiten bezeichnet. Die Fertigkeiten unterteilen sich in drei Gruppen die für jeden Charakter verschieden sind.

Die Amazone kann ihre Fähigkeiten im Umgang mit Schusswaffen (Bogen oder Armbrust) sowie im Kampf mit Speeren und Spießen weiter verbessern. Außerdem kann sie noch eine Reihe von magischen und passiven Fertigkeiten erlernen, wie z.B. besseres Ausweichen bei gegnerischen Angriffen. 

Der muskelbepackte Barbar hat seine Hauptstärke im Nahkampf. Er kann im Verlauf des Spiels seine Fähigkeiten im Umgang mit Nahkampfwaffen weiter verbessern. Eine besondere Fähigkeit des Barbaren sind seine Kriegsschreie, mit denen er sowohl seine Feinde in die Flucht schlagen, als auch seinen Kampfgefährten mehr Mut geben kann.

Der Totenbeschwörer kann mit schweren Waffen und Rüstungen nicht viel anfangen. Seine Fähigkeiten liegen in Flüchen, Zaubersprüchen und dem Herbeirufen von untoten Kreaturen die an seiner Seite kämpfen. 

Die Stärke des Paladins ist der Nahkampf mit dem Schwert. Doch er kann neben seinen kämpferischen Fähigkeiten auch zwei Arten von magischen Fertigkeiten erlernen. Offensive und defensive Aura- Arten. So kann er sich z.B. mit einer Aura von heiligem Feuer umgeben, die allen Angreifern, die in seine Nähe kommen, einen Feuer-Schaden zufügt. 

Die Zauberin ist für den Nahkampf eher ungeeignet. Ihre Stärke liegt in mächtigen Angriffszaubern, die sich in die Kategorien Feuer- Blitz- und Kältezauber einteilen lassen.

Eine der Hauptmotivationen des Spiels ist die ständige Verbesserung des eigenen Charakters. Durch das Töten der bösartigen Kreaturen erhält man Erfahrungspunkte. Wenn diese einen bestimmten Wert erreichen, steigt der Charakter um einen Level auf. Nach jedem Aufstieg kann man nun eine neue Fertigkeit erlernen oder eine bereits erlernte noch verbessern. Außerdem kann man pro Aufstieg fünf Attributpunkte auf die Charakter- Attribute Stärke, Geschicklichkeit, Vitalität und Energie verteilen. Diese Attribute haben folgende Wirkung:

Mehr Stärke erhöht den Schaden der durch Angriffe verursacht wird, außerdem können schwere Waffen und Rüstungen erst ab einer bestimmten Stärke getragen werden. Mit wachsender Geschicklichkeit kann sich der Charakter besser gegen Angriffe wehren und auch einige Waffen können erst ab einer bestimmten Anzahl von Geschicklichkeitspunkten benutzt werden. Durch die Vitalität wird bestimmt, wie viele Lebenspunkte der Charakter besitzt und wie hoch die Ausdauer des Charakters ist. Die Energie bestimmt, wieviel Magiepunkte, die zum Zaubern benötigt werden, ein Charakter besitzt. Sollte man sich doch einmal bei den Auswirkungen der Punkteverteilung oder dem Nutzen einer Fertigkeit nicht ganz sicher sein, so kann man diese noch einmal in aller Ruhe im sehr ausführlichen Handbuch nachlesen. 

Eine weitere Möglichkeit seinen Charakter zu verbessern, ist die Verwendung von magischen Gegenständen. Man findet im Verlauf des Spiels häufig verzauberte Waffen, Rüstungen, magische Edelsteine oder Amulette und Ringe. So kann man z.B. einem Totenbeschwörer, der zu schwach ist um eine gute Rüstung zu tragen, durch ein Stärke- Amulett die nötigen Stärkepunkte hinzufügen. Es gibt magische Gegenstände mit den verschiedensten Eigenschaften, wie z.B. Waffen mit erhöhtem Schadenswert, Rüstungen die besonders gut vor Kälte, Feuer oder Gift schützen, Amulette, die einige Punkte auf den Schadenswert addieren oder Ringe die dem Charakter einige Punkte zur Geschicklichkeit hinzufügen, um nur einige zu nennen. Man kann allerdings auch normale Waffen durch anbringen von magischen Edelsteinen verbessern.

Das alles hört sich jetzt wahrscheinlich für den Diablo II - Neuling etwas verwirrend an. Aber ich kann alle, die sich jetzt ein äußerst kompliziertes Menüsystem vorstellen, vollkommen beruhigen. Die Anzeigen auf dem Bildschirm sind sehr übersichtlich und durchdacht gestaltet Selbst im härtesten Kampfgetümmel hat der Spieler immer den Überblick über die wichtigsten Faktoren. Die Lebenspunkte sind als rote Kugel links unten am Bildschirm angezeigt, die Magiepunkte als blaue Kugel rechts unten. So kann man am Füllstand dieser Kugeln immer sofort erkennen, ob man noch kämpfen sollte, oder ob es nötig wird einen Heiltrank zu nehmen. Die Menüs lassen sich entweder durch anklicken einer Schaltfläche oder über Tastaturbefehle öffnen. Wird ein Menü angezeigt, so nimmt es entweder die linke oder die rechte Hälfte des Bildschirms ein und die Spielfigur wird automatisch in der verbleibenden Hälfte des Bildes zentriert. Dadurch hat man selbst mit einem geöffneten Menü noch einen Überblick über das Geschehen.

Dank dieser sehr einfach zu verstehenden Benutzerführung hat man auch als Anfänger mit Diablo II keinerlei Probleme und fiebert bereits nach kurzer Spielzeit dem nächsten Aufstieg entgegen. Da das Gefecht gegen Diablos Kreaturen manchmal sehr schwierig ist, hat man auch die Möglichkeit Söldner anzuheuern, die einem dann im Kampf zu Seite stehen.

Ich wähle mir also einen Helden aus, gebe ihm einen Namen und stürze mich ins Abenteuer. Diablo II ist in vier Akte unterteilt. Jeder dieser Akte ist ein in sich geschlossener Spielabschnitt. Bei Spielbeginn und zwischen den Akten, erzählen sehr gut gemachte Renderfilme die Hintergrundgeschichte und beschreiben den Schrecken, den Diablo auf seiner Reise durch das Land verbreitet. Der Held folgt der Spur der Verwüstung die Diablo hinterlässt, um ihm schließlich im vierten Akt zum alles entscheidenden Gefecht entgegen zu treten. Doch der Weg dorthin ist alles andere als einfach. Das Spiel läuft in Echtzeit, d.h. man muss nicht seinen nächsten Zug planen und dann ausführen lassen, sondern jeder Mausklick in der Spielwelt bewirkt sofort eine Aktion der Spielfigur.

In jedem Akt müssen einige Aufträge erfüllt werden, um das Gebiet wieder von den dämonischen Kreaturen zu befreien. Diese Aufträge werden einem entweder von den Bewohnern des jeweiligen Aktes erteilt, aber manchmal 'stolpert' man auch während des Herumwanderns über einen Auftrag. Auch die Grafik in Diablo II bietet kaum Anlaß zur Kritik. Alles ist mit viel Liebe zum Detail dargestellt. Die Darstellung der Spielfigur ändert sich je nach Waffe und Rüstung die man trägt, so daß man jede Änderung direkt sehen kann. Auch die Umgebungsgrafik läßt keine Wünsche offen. In der Wüste kriechen kleine Skorpione durch den Sand, im Dschungel tummeln sich Schlangen und anderes Gewürm. All diese Kleinigkeiten tragen dazu bei, daß man beim Spielen in diese Welt eintaucht und die Stunden im Fluge vergehen. So waren auch bei mir durchzockte Nächte keine Seltenheit. Als einzigen Kritikpunkt an der Grafik könnte man die maximale Auflösung von 640x480 Pixeln nennen, die meiner Meinung nach aber den Spielspaß in keinster Weise trübt. Dieses Manko wurde außerdem durch die Erweiterung behoben (siehe unten: "Was bringt die Erweiterung ?").

Einer der interessantesten Punkte bei Diablo II ist der Mehrspielermodus. Hier können sich die Fertigkeiten der verschiedenen Charakterklassen perfekt ergänzen. Blizzard Entertainment betreibt einen eigenen Online-Multiplayer-Service, das "Battle.Net". Vier regionale Server stehen für Diablo II- Spieler weltweit zur Verfügung. Das Battle.Net bietet ein Chat-System, sowie Spieler- Ranglisten. Die Online- Charaktere werden vom Spieler angelegt und vom jeweiligen regionalen Server verwaltet. Dadurch, daß die Charakterdaten auf dem Server verwaltet werden, ist es so gut wie ausgeschlossen, das Spieler ihren Charakter manipulieren können. Selbstverständlich ist es aber in Diablo II auch möglich 'normale' Netzwerkspiele über Internet oder LAN zu spielen.

Was bringt die Erweiterung "Lords of Destruction" ?

Das Zusatzpaket Diablo II Expansion Set "Lords of Destruction" bringt einige große und viele kleine Erweiterungen in das Spiel. Zunächst gibt es zwei neue Charakterklassen: Assasine und Druide, die jeweils wieder ihre speziellen Fertigkeiten haben. Die Assasine hat ihre besonderen Fähigkeiten im Nahkampf mit Klauen-Waffen, die nur sie benutzen kann. Außerdem kann sie die verschiedensten Arten von Fallen erlernen. Auch einige magische Fertigkeiten gehören zu ihrem Repertoire, sie kann z.B. erlernen sich für kurze Zeit für ihre Gegner unsichtbar zu machen. Eine weitere Besonderheit der Assasine, ist ihre Fähigkeit, verschlossene Schatztruhen zu öffnen, während die anderen Charaktere hierfür Schlüssel benötigen. 

Der Druide hat die Möglichkeit sich in einen Werwolf oder Bären zu verwandeln, was ihm entweder bessere Reflexe oder große Kraft gibt. Außerdem kann er Naturgewalten wie z.B. Wirbelstürme oder Feuerstürme herbeizaubern. Die dritte Gruppe der Druiden- Fertigkeiten ist das Herbeirufen von wilden Tieren, die an seiner Seite kämpfen.

Lords of Destruction bringt außerdem noch einen neuen Akt mit sich, also einen komplett neuen fünften Spielabschnitt, der in den Barbaren- Hochländern angesiedelt ist. Dieser Akt ist jedoch erst zugänglich, wenn Diablo am Ende des vierten Aktes besiegt wurde.

Der oben erwähnte Kritikpunkt an der Auflösung wurde behoben, es kann zwischen 800x600 oder 640x480 Pixeln gewählt werden.

Wie bereits erwähnt, lassen sich Waffen durch anbringen von Edelsteinen verbessern. Lords of Destruction erweitert dies noch durch Runen-Steine, die auch wieder ihre spezielle Wirkung an einer Waffe oder Rüstung haben. Die ohnehin schon riesige Vielfalt von magischen, speziellen und einzigartigen Gegenständen wurde nochmals erweitert. Außerdem gibt es jetzt klassenspezifische Gegenstände, wie z.B. die Klauenwaffen, die nur die Assasine benutzen kann, oder spezielle Helme, die nur ein Barbar tragen kann. Als letztes wäre noch das verbesserte Söldner- Interface zu nennen. So kann man seinen Söldner (wenn man denn einen gemietet hat) jetzt auch mit besseren Rüstungen und Waffen versorgen, damit auch er (oder sie) dem steigenden Schwierigkeitsgrad nicht schutzlos ausgeliefert ist.


Hintergrund:  

Im ersten Teil des Spiels wurde der Dämon Diablo von einem Helden besiegt. Doch der Schein trügte und Diablo nahm vom Körper und Geist des Helden der ihn besiegte Besitz. Nun wandert der ehemalige Kämpfer als Schatten seiner selbst durchs Land und hinterlässt eine Spur der Verwüstung. Diablo versucht seine gefangenen Geschwister zu befreien und sich mit ihnen zu verbünden, um alles menschliche Leben zu vernichten. Das Land wird von Untoten und Monstern überflutet. Doch die besten Kämpfer wehren sich und ziehen aus um Diablo und seine Heerscharen zu vernichten....


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