Systemanforderungen: Windows 98/ME/2000/XP - DirectX 8.1b - Pentium 3 700 MHz oder Athlon 700 MHz - 128 MB RAM - 16-Bit-Soundkarte - Direct Sound kompatibel - 3 D Grafikkarte mit 32 MB RAM - 8x CD-ROM - 1,5 GB Festplattenspeicher - 250 MB freier Festplattenspeicherplatz nach der Installation. Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:

Codemasters fährt mit dem Rennspiel DTM Race Driver geradewegs auf das Siegerpodest im Genre der Autorennspiele! Hier stimmt einfach alles: Spitzengrafik, originale Lizenzen, massenhaft Rennstrecken (natürlich auch alle original), motivierende Hintergrundgeschichte, alle sinnvollen Spielmodi (Mehrspieler, Zeitfahren, Freies Rennen, Karriere), unglaublich tolles Schadensmodell, gute Steuerbarkeit, zahlreiche Einstellmöglichkeiten (ohne zu übertreiben), perfekt simulierte Fahreigenschaften und wirklich gute Musik. 

Was soll man noch sagen? Wenn Sie Autorennspiele mögen, dann können Sie bei DTM Race Driver absolut bedenkenlos zugreifen. Dieses Spiel wird Sie nicht enttäuschen. DTM Race Driver hat sich den Grenadier.de Award verdient!



Rezension:

DTM Race Driver von Codemasters ist ein Rennspiel mit Hintergrundgeschichte, auf die bereits im toll gemachten Introvideo eingegangen wird. Der Spieler verkörpert den jungen Rennfahrer Ryan McKane und startet so seine Karriere im heißen Rennzirkus. Dieser Karrieremodus wirkt enorm motivierend und so nimmt einen dieses Spiel von der ersten Minute an gefangen. Man kann eigentlich auch keinen anderen Modus anwählen, aber in ihm sind folgende Modi integriert: 1.Freies Rennen 2.Zeitfahren 3.Netzwerk und 4.Mehrspieler (an einem Bildschirm). 

Die Präsentation kann als voll gelungen bezeichnet werden, zu der auch originale Musikstücke diverser Kultbands ihren Beitrag leisten, als da wären Thin Lizzy, Lynyrd Skynyrd und Iggy Pop. Echt super! Weiterhin verfügt DTM Race Driver auch über alle Lizenzen, so dass mit originalen Rennwagen über die Pisten gebrettert werden kann. Das ist ohne Zweifel ein weiterer sehr großer Pluspunkt für diesen Titel, zumal die Umsetzung nicht nur grafisch vom allerfeinsten ist, sondern auch vom Simulationsaspekt her. Jedes Auto verhält sich auf seine Weise. Nun gut, ob das wirklich stimmt, kann ich natürlich nicht nachprüfen, denn ich habe eher selten die Gelegenheit mit derartigen Rennwagen über die zahlreichen Rennstrecken dieser Welt zu kurven, aber es reicht mir voll und ganz, wenn die Wagen unterschiedliches Fahrverhalten aufweisen. Und das tun sie allemal, gerade der Unterschied im Fahrverhalten von Vorder- zu Hinterrad betriebenen Autos ist wunderbar simuliert. Wer dieses Spiel ohne Lenkrad spielt ist also selber schuld. 

Besonders erfreut hat mich auch die Detailverliebtheit der Entwickler. Originale Werbung ziert z.B. nicht nur die PS-Boliden, sondern findet sich auch auf den Rennstrecken. Das ist aber noch lange nicht alles, denn auch die Menüs sind ins Spiel integriert: im Hauptmenü sitzt Ryan locker an seinem Schreibtisch bei einer Tass´ Kaff´. Der Computer stellt das Laufbahn-Untermenü, der Papierkorb das Verlassen des Spieles, die Büroschränke das Optionsmenü, die Landkarte das Fahrerduell-Menü und die Tür das Freizeit-Untermenü dar. Klickt man auf Letzteres, so befindet man sich in einer Art Aufenthaltsraum und auch hier symbolisieren wieder Einrichtungsgegenstände bzw. Personen, verschiedene Untermenüs oder Spielmöglichkeiten: Kleiderschrank = Freies Rennen, Stoppuhr und Zeitblock = Zeitfahren, Laptop = Netzwerkmenü, Fernseher = Aufgezeichnete Rennen und Clips betrachten und klickt man auf die sitzenden Fahrer, so kann man den Mehrspielermodus an einem Bildschirm starten. Doch nicht nur diese Menüs versprühen das Gefühl so wirklich dabei zu sein, auch vor und nach den einzelnen Rennen im Karrierespiel, lockern Sprüche und Videoeinspielungen mit der Spiele-Grafikengine das Geschehen auf. Während eines Rennens hört man aufmunternde Worte oder Kommentare seines Teamchefs, was auch richtig gut rüberkommt. 

Die eigentlichen Rennen sind natürlich das Herzstück von DTM Race Driver. Man beginnt seine Karriere in der Super Sports Gruppe, in welcher sechs Rennserien und ein "Single Day Event" zur Verfügung stehen. Nach der ersten durchgespielten Rennserie erhält man diverse Angebote von verschiedenen Teams. Sagt einem eines dieser Angebote zu, so wird man in der folgenden Saison die Rennen für dieses Team bestreiten. Um in die nächst höhere Klasse aufsteigen zu können, benötigt man eine gewisse Anzahl von Punkten. Punkte erhält man durch das gute Abschneiden in den einzelnen Rennen. Man muss einen der ersten sechs Plätze belegen, um die begehrten Punkte zu erhalten. Als Sechster erlangt man einen Punkt und als Erster gar zehn. Je besser man ist, desto schneller bekommt man die nötige Punktzahl, um in die folgende Klasse, die Power Racing Gruppe mit vier Rennserien und einem "Single Day Event", aufzusteigen. Anschließend strebt man dann die oberste Liga, die Lola World Championship an. 

Vor einem Rennen befindet man sich in einem wiederum realistisch gehaltenen Menü - der Garage. Dort gibt es folgende Möglichkeiten: Meisterschaftsstand einsehen, Startposition einsehen (diese werden immer festgelegt), Ende (zum Hauptmenü), Rennen und Wageneinstellung/Testfahrt. Letzterer Menüpunkt ist immens wichtig, denn ohne die Strecke zu kennen, wird es kaum möglich sein einen der vorderen Plätze zu belegen. Hier kann der Wagen auf die Anforderungen der Strecke angepasst werden. Dazu stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung: 1. Schaltung 2. Abtrieb 3. Federung 4. Stabilisator 5. Reifen 6. Bremskraft 7. Laden (einer Einstellung) 8. Speichern (einer Einstellung) 9. Testfahrt und 10. Ende. Die Einstellungen sind übersichtlich und nicht zu kompliziert ausgefallen. Weitere Hinweise finden sich auch im allerdings sehr mageren Handbuch. Am stärksten muss ich die fehlende Erklärung zu den Boxenstopps bemängeln! Diese kommen nämlich manchmal in einigen Rennen vor und wer sie missachtet scheidet aus. Eine Maussteuerung in den Menüs wäre mir auch lieber gewesen, als diese Fummelei mit der Tastatur - aber das mag ja Geschmackssache sein. Sind alle Einstellungen vorgenommen und ausgiebig Testfahrten unternommen worden, so wählt man den Punkt "Rennen" an und nun zeigt es sich, ob man in dem Kampf um die Plätze bestehen kann. 

DTM Race Driver verbreitet echtes Renn-Flair, wie kaum ein Spiel zuvor. Ich gebe zu, das mich dieses Spiel von der ersten Sekunde an begeistert hat und noch begeistert. Das wird sich wohl auch nicht so schnell ändern, denn eine Karriere will erst einmal durchgespielt sein - und das ist nicht an einem Wochenende machbar. Zum Glück! Ich mag Spiele, die mir viel für mein Geld bieten und DTM Race Driver ist genau so ein Titel mit extrem lang anhaltendem Spielspaß. Hat man irgendwann einmal die Karriere durch und auch alle Einzelherausforderungen anderer virtueller Fahrer gewonnen, was mit Bonusfahrzeugen belohnt wird, so stehen einem für den weiteren Spielspaß noch die Mehrspielermöglichkeiten zur Verfügung. Codemasters DTM Race Drive ist für mich der Sieger im Genre "Racing Games". 


Hintergrund:

Erfolgreicher Rennfahrer kommt bei einem Rennen ums Leben und hinterlässt zwei Söhne. Beide treten in die Fusstapfen ihres alten Herrn und schlagen die Rennfahrerkarriere ein. Der Spieler verkörpert den jüngeren der beiden, den rebellischen Ryan McKane, der allen beweisen will, das er den Namen eines McKane zu vollem Recht trägt. Und dann gibt es da noch Melanie..., die mit Rundungen gesegnete Tochter eines Rennstahlbetreibers. Aber erspielen Sie sich "Ihre Karriere" als DTM Race Driver doch lieber selbst!


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