Systemanforderungen laut Hersteller: Pentium II 266 - 32 MB RAM - 420 MB Festplattenplatz - 8xCD-Rom Laufwerk - Windows 95/98/2000 - DirectX 7 - 3D Beschleunigerkarte mit 4 MB. Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:  

Evolva ist ein interessantes Spiel, das den Spieler nicht nur in die fremde Welt eines entlegenen Planeten entführt, sondern ebenso außergewöhnlich ist das Sammeln von Genmaterial mit den darauf folgenden Mutationen. Durch geschickte Nutzung der gewonnenen Genmaterialien werden die Genohunter dann zu wahren Kampfmaschinen herangezüchtet. Nur so werden sie in der Lage sein, den von einem bösen Parasiten befallenen Planeten zu retten. Die Idee ist schon ganz schön heftig! Die grafische Umsetzung kann man sicher als gelungen bezeichnen, da alles sehr exotisch-futuristisch aussieht. Um die ganze Pracht aber auch ruckelfrei genießen zu können, sollte aber schon ein kräftiger PC mit leistungsstarker 3D-Karte zur Verfügung stehen. Spieler, die exotische Ideen mögen und nicht nur rumballern, sondern sich auch Kombinationsaufgaben stellen wollen, wird dieses action-shoot-em-up sicher gefallen



Rezension: 

Evolva von Computer Artworks und Virgin Interactive beschreibt sich selbst als ein actionreiches Shoot-em-up mit taktischen Elementen eines Strategiespieles. Das hört sich ja nun schon sehr interessant an, besonders die taktischen Elemente machen mich neugierig. Schauen wir mal, was an Evolution (Evolva) dabei herauskommt, wenn Computerkünstler (Computer Artworks) mit einer  interaktiven Jungfrau (Virgin Interactive) zusammentreffen. 

Nach problemloser Installation folgt der futuristische Video Vorspann, der zart besaiteten Zeitgenossen sicher eine schaurig schöne Gänsehaut beschert. "Ein monströses Mutantenei flog durch die Weiten des Weltalls und dann....." Nein, mehr verrate ich nicht. Echt sehenswert das Filmchen und eine gelungene Einführung für das Spiel, welches einen in eine Zukunft entführt, in der der Alptraum der Genmanipulation Wirklichkeit geworden ist. 

Der Spieler ist ein Evolva, ein Elitekrieger der Zukunft. Er steuert ein Team aus vier Genohuntern. Diese vier haben nicht nur verschiedene Namen, sondern unterscheiden sich auch in Hinsicht ihrer Eigenschaften. Da wäre der manövrierfähige "Agilo", der schnelle "Tempo", der starke "Sumo" und der treffsichere "Intello". Diese vier "Macho-Mutanten" können nun durch Genmanipulation weiterentwickelt werden. Zwei Gen-Typen gibt es: 1. Eigenschafts-Gene, welche von dem Gewebe der einheimischen Planetenbewohner gewonnen wird. Es verbessert die Eigenschaften der Genohunter, wie z.B.: höhere Sprungkraft oder schnellere Fortbewegung. 2. Waffen-Gene, welche von besiegten Gegnern stammen. Hiermit kann die Waffe des Gegners benutzt werden, besser gesagt, man mutiert den Genohunter, so dass er nun diese Waffe erhält. Nicht nur die parasitären Feinde machen den Genohuntern das Leben schwer, nein zu allem Unglück ist der Planet des Einsatzes auch noch recht unwirtlich. Man sollte sich vor brennbaren Pflanzen, Lavaseen, rutschigem Untergrund und dem Säuremeer doch tunlichst in Acht nehmen. Zu Beginn der ersten Mission stehen die vier Genohunter denn auch noch jungfräulich und ohne Waffen recht verloren in der bösen Welt des zu rettenden Planeten. Die abgefahrene Grafik mit den wilden Farben verleiht dem ganzen Spiel ein echt futuristisches Flair. Die Steuerung der Genohunter ist schnell erlernt und das fröhliche Mutieren kann beginnen. Evolva ist schon ein besonderes Spiel, da man sich zuerst an die ungewöhnlich Aufgabe des Suchens von Genmaterial gewöhnen muß. Aber auch das Mutieren an sich gehört ja nicht gerade zu unseren Alltagsgeschäften... Überall lauern außerdem noch tödliche Gefahren und da lobe ich mir doch die Speicherfunktion, die jederzeit benutzt werden darf. Schon in der ersten Mission zeigt sich, das auch Kombinationsgabe vom Spieler verlangt wird. Will er zum Ziel gelangen, so müssen die Genohunter einen Graben überspringen, was sie aber (noch)  nicht können. Flugs wird Genmaterial von einheimischen Wesen aufgenommen und die Erst-Mutation beginnt. Nun springt es sich doch sofort viel besser! Also:  Stößt man auf Schwierigkeiten, dann sollte man seine grauen Zellen anstrengen und überlegen, mit welcher Eigenschaft oder Waffe, man dieselben beseitigen könnte. Danach sucht man dann die entsprechende Genquelle, wobei natürlich auch vor dem Einsatz roher Gewalt nicht zurückgeschreckt wird, um an den Stoff der Begierde zu gelangen. Nach und nach stehen dann immer mehr Gene zur Mutation zur Verfügung und der Spieler sollte sich gut überlegen in welche Richtung er seine Genohunter züchtet, denn es stehen immer zwei Möglichkeiten zur Wahl. Insgesamt soll es Millionen von Möglichkeiten geben. Schön, das sich auch das äußere Erscheinungsbild der Genohunter bei den Mutationen verändert, das verleiht der ganzen Angelegenheit so einen "frankenstein-ären" Charakter, wenn ich das mal so formulieren darf.  Abschließend möchte ich noch auf zwei Dinge hinweisen: 1. Die Missionen in Evolva sind geradlinig, aber nicht einfach! 2. Auch Mehrspielermöglichkeiten sind vorhanden, so dass den Mutationen in LAN und Internet nun nichts mehr im Wege steht! 

Man sollte bloß darauf achten, das es mit dem Mutieren nicht zu weit führt und wenn man aus dem Computerzimmer hört: "Mutti ich hab das Motherboard mutiert!" - dann könnte es bereits zu spät sein....


Hintergrund: 

Alle Höhen und Tiefen der Genmanipulation werden im Handbuch von Evolva in der Vorgeschichte auf einer knappen Seite dargestellt. Wow - starke Leistung! 

Die "Menschheit" wurde dank einiger findiger Wissenschaftler endlich von Hunger und Seuchen befreit. Welch Segnung der Genmanipulation.... Dummerweise führte das zu einer extremen Überbevölkerung der Erde und die satten, gesunden und wunderschönen Menschen stritten sich ganz bitterlich um Wohnraum in Form von Land. Tja, so kann´s kommen. Weitere findige Wissenschaftler nutzen nun die Genmanipulation zur Herstellung von Waffen, welche die Erdbevölkerung wieder stark dezimierten, so dass nun endlich wieder genug Wohnraum vorhanden war. (Dumme Fragen, nach dem Sinn und Zweck sollten jetzt bitte nicht gestellt werden.)  Irgendwann war es der "Menschheit" dann wieder zu dumm sich gegenseitig zu dezimieren, so dass endlich Friede geschlossen wurde. Glücklicherweise machte die Raumfahrt dann große Fortschritte, so dass die Menschen auch Wohnraum auf anderen Planeten finden konnten, so dass die tolle Gentechnik wieder "sinnvoll" genutzt werden konnte.  Die Genohunter, mit ihren Fähigkeiten der Schnell-Mutation, wurden nun an den Rändern der menschlich bewohnten Planeten eingesetzt. Als mutierende Krieger schützen sie so die glücklichen Menschen vor bösen Überraschungen, wie z.B. vor "widerlich bösen Mutanteneiern mit parasitären Organismen".


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