Systemanforderungen laut Hersteller: Windows 95/98/ME/2000 - DirectX 8 - Pentium II 400 - 64 MB RAM - 16 Bit Direct Sound kompatible Soundkarte - 3 D Grafikkarte mit 16 MB ( 8 MB mit Voodoo 2) - 8xCD-ROM Laufwerk - 450 MB freier Festplattenplatz. Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit: 

Bohemia Interactive Studio hat mit Operation Flashpoint ein wirklich starkes Spiel entwickelt, mit dem Codemasters als Publisher in ein interessantes Genre vorstößt. Eine gigantische Kampagne mit 40 Missionen, ein knackiger Schwierigkeitsgrad und eine spannende Hintergrundgeschichte lässt den Spieler über Mängel in der deutschen Übersetzung, fehlende deutsche Sprachausgabe und komplizierte Panzersteuerung hinweg sehen. Die Grafik setzt zwar keine neuen Maßstäbe, sieht aber auch nicht schlecht aus. Mir persönlich hätte eine reine "Infanterie-Simulation" schon voll gereicht, denn die Gefechte als Infanterist bringen einen enormen Spaß und sind wesentlich "realistischer" als in den 3 D Shooter Spielen. Wäre eine vernünftige Speicherungsfunktion, sowie deutsche Sprachausgabe vorhanden gewesen, hätte Operation Flashpoint sicher einen Award verdient



Rezension:

Operation Flashpoint wurde von Bohemia Interactive Studio entwickelt. Publisher ist Codemasters. Bei Operation Flashpoint handelt es sich um eine Art Gefechtssimulation in 3 D, bei der der Spieler aktiv an den Gefechten teilnimmt. Der Spieler ist allerdings nicht nur Infanterist, sondern kann auch diverse Fahrzeuge, inkl. Panzer, sowie Hubschrauber und Düsenjäger steuern.

Nach problemlos verlaufender Installation findet man sich im Hauptmenü wieder. Neben einer Kampagne (40 Missionen!), kann auch einer der 11 Einzeleinsätze ausgewählt werden. Für Mehrspielergefechte im LAN oder Internet ist Operation Flashpoint ebenfalls gerüstet. Weiterhin können mittels eines Einsatzeditors eigene Einsätze und Missionen gestaltet werden. In dem obligatorischen Optionsmenü kann man den Schwierigkeitsgrad wählen bzw. hier diverse Abstufungen vornehmen (Bsp.: Automatische Steuerung der Panzerabwehr: aktiviert/deaktiviert etc.), Video- und Soundoptionen einstellen, sowie die Steuerung seinen eigenen Vorlieben anpassen. Das Optionsmenü ist reichhaltig und übersichtlich. Der Spieler kann hier alles nach seinen Wünschen einstellen. Sehr gut gelöst! Witziges Extra: Der Spieler kann aus zahlreichen Gesichtern das Konterfei seines virtuellen Egos aussuchen.

Wichtig ist aber noch folgendes! Das Spiel startet automatisch mit der englischen Sprachversion und daher sollte vorab in dem Menü "Setup Preferences" noch die Sprache eingestellt werden. Unter dem Eintrag "GERMAN" schaltet man auf die Muttersprache des Landes um, welches den zweitgrößten Absatz von Computerspielen verzeichnet. Unser Heimatland Deutschland ist mittlerweile tatsächlich, gleich nach den USA, die Nummer 2 in Sachen Computerspiele. Nach den ersten Missionen in englischer Sprache (ich hatte am Anfang das "Setup Preferences"-Menü glatt übersehen und gleich auf "Play" gedrückt...), freue ich mich also nun auf deutsche Missionstexte und deutsche Sprachausgabe, sprich ein komplett in deutsch lokalisiertes Spiel, das man als Kunde im Absatzland Nr.2 für PC-Spiele sicher erwarten darf. Fehlanzeige! Die Typen sabbeln immer noch in englisch! Die Untertitel sind nun in deutsch, was mir nun wirklich kaum was bringt, denn in einem Gefecht ist es tödlich mal eben die Untertitel zu lesen. Diese Zeit hat man nicht! Das schlechte Bild der deutschen Lokalisierung wird durch nachlässige und fehlerhafte Übersetzungen, sowie abgeschnittene Sätze unrühmlich vervollständigt. Schade, schade.

Jetzt will ich mich aber endlich ins Schlachtgetümmel werfen, soll mich doch die realistischste Kriegssimulation aller Zeiten erwarten. Bevor man sich in die Kampagne stürzt, sollte man durchaus die ein oder andere der 11 Einzelmissionen spielen. Vor jeder dieser Missionen gibt es eine sog. Besprechung (=Briefing). Mittels Text und beiliegender Karte werden die bevorstehenden Aufgaben erläutert. Ein Blick in die Ausrüstung die man mitführt, ist auch möglich. Folgende Infanteriewaffen werden in Operation Flashpoint simuliert: Die beiden Sturmgewehre M 16 und AK 74, die beiden Scharfschützengewehre M 21 und Dragunov, sowie Handgranaten und Raketenwerfer (Panzerabwehr etc.). Da man aber auch als Hubschrauberpilot, Panzerschütze, Panzerfahrer, Panzerkommandant und Jetpilot tätig werden kann, gibt es auch Zugriff über die Waffen dieser Kriegsmaschinen, sofern man denn in einer von ihnen sitzt. Das wären dann Lenkwaffen, ungelenkte Waffen, MG´s und Panzerkanonen. Gerade in Mehrspielergefechten könnte das richtig spaßig werden, wenn größere Clans gegeneinander antreten und einzelne Clanmitglieder eine Panzerbesatzung bilden etc.... Cool! Allerdings kann man von Operation Flashpoint weder eine Flugsimulation, noch eine Panzersimulation erwarten! Alles ist mehr oder weniger auf die nötigsten Steuerungselemente beschränkt und selbst die verlangen in der Hitze des Gefechtes dem Spieler schon einiges ab. 

Schwerpunkt ist für mich aber ganz klar der infanteristische Teil des Spieles, denn dort liegen auch die Stärken von Operation Flashpoint. Neben der "ICH-Perspektive" kann man natürlich auch eine sog. "Beobachterperspektive" (3.person) wählen. Mittels rechtem Mausklick kann man die Umgebung ein wenig näher heran zoomen, verfügt also über eine Art "Adlerblick". Es gibt auch verschiedene Zielhilfen. Bei Bewegung erscheint ein "normales" Zielkreuz in dem ein Punkt hin und her tanzt. Dieser Punkt symbolisiert den theoretischen Einschlagpunkt der Kugel. Bleibt man stehen, so verändert sich das Zielkreuz in eine sog. Zielhilfe. Das ganze erinnert ein bisschen an Kimme und Korn einer Waffe und sollte auch dementsprechend benutzt werden. Also: der Strich in der Mitte sollte eine Linie mit den beiden seitlich gelegenen Winkeln ergeben, wenn man treffen will. Hat man genug Zeit oder fühlt sich in guter Deckung, sollte aber auf die sog. Waffenansicht umgeschaltet werden. Jetzt erscheint in schwarzer Farbe soz. das "reale" Visier. Das Ziel sollte über dem Strich in der Mitte liegen und von den seitlichen Strichen umrahmt werden. Für Handgranaten gibt es eine weitere Zielhilfe: Kleiner Punkt im Kreis. Nach einer gewissen Zeit kommen auch Sie mit diesen Visieren und "Zielhilfen" klar.... da bin ich mir sicher, es dauert aber schon ein bisschen. Ärgern Sie sich also nicht zu sehr, wenn Sie wieder mal den virtuellen Tod sterben, bloß weil sie sich mit den ganzen Zielhilfen verheddert haben. Übrigens: die Scharfschützengewehre und Raketenwerfer, sowie alle anderen Waffen, haben auch ihre eigenen Zieleinrichtungen. Das mit dem Zielen ist bei Operation Flashpoint schon anders, als in diesen unrealistischen, aber schnell zugänglichen 3 D Shootern! Reine "Shooterspieler" müssen sich sicher ein wenig eingewöhnen, aber die Mühe lohnt sich! Die gigantische Kampagne weist 40 Missionen + 1 Bonus-Mission auf und ist extrem abwechslungsreich. Es beginnt zwar ein wenig schleppend, denn erst nach einer Schnellausbildung und ziemlich langen Fahr- und Zwischensequenzen, welche die Hintergrundgeschichte darstellen sollen, geht es endlich mit dem eigentlichen Kampf los. Alle Sequenzen sind übrigens mit der Game-Engine gemacht worden. Die nun folgenden Kämpfe sind wirklich nicht von Pappe und kaum bin ich öfter den virtuellen Heldentod gestorben, als in diesem Spiel. Trotzdem sollte man die Zähne zusammen beißen und eine Mission immer und immer wieder spielen, bis man sie geschafft hat. Die Hintergrundgeschichte entwickelt eine enorme Spannung und lohnt sich entdeckt zu werden. "Lieber tot, als rot!", der Spruch von der Startseite bezieht sich also durchaus auf das Spielgeschehen! Den Kampf gegen die kommunistischen Invasoren wird der Spieler aber nicht nur in einer Rolle bestehen müssen. Startet man als Infanterist, so unterstützt man später die Freiheitskämpfer der Insel, dann versucht man sich als Panzerkommandant und auch als Mitglied einer Spezialtruppe, mehr sei jetzt aber noch nicht verraten.... Die Kämpfe sind deswegen auch ziemlich unterschiedlich. Als Infanterist sollte man tatsächlich immer versuchen eine gute Deckung zu erwischen, was gar nicht immer so leicht ist. Einige Treffer verwunden einen nur und dann kann man mittels Funk einen Sanitäter rufen, falls der noch am Leben ist... Stehen irgendwo Sanitätszelte herum, dann kann man versuchen sich dorthin zu schleppen, um sich heilen zu lassen. Munition ist ebenfalls realistischerweise begrenzt. Allerdings kann man sich der Waffen gefallener Kameraden oder Feinde bemächtigen, was oft auch von Nöten ist. Die Steuerung der Spielfigur ist einfach und benutzerfreundlich, kann allerdings auch eigenen Vorlieben angepasst werden. Die Kämpfe sind oft hektisch und spannend, denn oft bekommt man gar nicht mit, wer einen denn jetzt erwischt hat. Das wird dann aber in einem kurzen Abspann gezeigt und es erscheint noch irgend ein dummer Spruch von irgendeinem mehr oder weniger bekannten Promi. Aber sehen Sie selbst... Die einzelnen Waffen können wie in der Realität verschiedene Modi aufweisen (Bsp.: Einzelschuss oder Salve etc.. ) und haben auch durchaus realistische Wirkungen, d.h. mit einem Sturmgewehr kommen sie im großen und ganzen recht gut zurecht, aber bei massenhaft anstürmenden Gegnern zeigen sich die Vorteile eines MG´s doch mehr als deutlich. Grafisch liegt Operation Flashpoint sicher momentan irgendwo im Mittelfeld, also nicht berauschend neu, aber auch nicht altmodisch. Die Inselwelten sind schon ziemlich groß und erlauben enorme Sichtweiten, dafür sehen einige Texturen dann aus der Nähe (z.B.: Grasboden oder Fels) ein wenig öde aus. Die Fahrzeuge sind alle recht genau dargestellt und der Sachkundige erkennt die verschiedenen Typen sofort. Die Stärke von Operation Flashpoint liegt ganz klar in der immensen Vielfalt. So wunderbar und gut gelöst die Steuerung der Infanteristen ist, so schlecht ist z.B. die des Panzers. Versuchen Sie mal im Inneren eines virtuellen Panzers die Übersicht zu behalten. Mir ist es ehrlich gesagt nie ganz gelungen und ich habe dann immer auf die Außenansicht geschaltet. Dann ging es einigermaßen und ich war froh, als die Panzermissionen endlich vorbei waren.... und die überaus spannende Mission mit dem Spezialeinsatz begann... Endlich wieder zu Fuß unterwegs! Fassen wir zusammen: Die Schwächen von Operation Flashpoint liegen in den Bereichen deutsche Lokalisierung und Panzersteuerung. Die Grafik ist okay, wenn auch nicht der sog. "letzte Schrei". Die Stärken sind eindeutig die Vielfalt, die Story, die Steuerung des Infanteriesoldaten und die große Kampagne. Der Schwierigkeitsgrad ist ziemlich hoch, was durch die Möglichkeit nur einmal pro Mission speichern zu können, bei einigen Spielern zu Frust führen könnte. Insgesamt gesehen lohnt sich der Kauf von Operation Flashpoint aber ganz gewiss, denn dieses Spiel bietet lange Unterhaltung, spannende Kämpfe, einen Editor und natürlich die überaus beliebten Mehrspielermöglichkeiten. Bald, so munkelt man, soll auch eine Art "2. Weltkrieg Mod" verfügbar sein, der dann auch Fans dieser Episode zur virtuellen Waffe greifen lässt. 


Hintergrund: 

1985 greifen russische Kriegstreiber und Kommunisten, was ja bekanntlich sowieso einerlei ist, eine friedliche Insel an. Dort stationierte amerikanische Truppen und die ansässige Zivilbevölkerung werden gnadenlos attackiert. Durch diesen Irrsinn wollen kommunistische Offiziere die Glasnost-Politik von Gorbatschow unterlaufen.... Dieses fiktive Geschehen bildet den Hintergrund zu der spannenden Geschichte des Spieles Operation Flashpoint

Ist es aber wirklich eine so fiktive Idee? Sicherlich nicht, denn der Kommunismus hat der Menschheit mehr Leid gebracht als jede andere Ideologie. Der Kommunismus funktioniert laut "Erfinder" dieses Schwachsinns ja nur, wenn alle und wirklich ALLE Menschen in dieser Form leben, d.h. ohne die Herrschaft über die gesamte Welt kann der Kommunismus angeblich nicht funktionieren. Ziel dieser aggressiven Ideologie war es also seit jeher alle Staaten, die nicht kommunistisch sind, anzugreifen und zu unterjochen, bzw. alle anders denkenden Menschen schlicht und einfach zu ermorden. Bekannterweise ist dieses dann auch millionenfach geschehen, ja geschieht sogar heute noch. Wer diesem Wunschtraum der Gleichschaltung im Wege ist, verliert automatisch seine Existenzberechtigung. So einfach ist das... Übrig bleiben dann nur noch willige Untertanen, mit der die herrschenden kommunistischen Bürokraten dann tun und lassen können was sie wollen. Alle sind dann völlig gleich beschissen dran und wer sich beschwert wird halt erschossen. Ich persönlich kann jedenfalls sehr gut verstehen, warum die Programmierer von Operation Flashpoint gerade dieses Szenarium gewählt haben, mussten sie doch den "real existierenden Kommunismus bzw. Sozialismus" am eigenen Leibe erfahren. 

Dem interessierten Leser lege ich folgende Bücher ans Herz: "Schwarzbuch des Kommunismus" (dieses Buch  hat selbst sog. "eingefleischten" Kommies die Augen geöffnet!) und auch im neuesten Werk des Russen Viktor Suworow "Stalins verhinderter Erstschlag" (ISBN 3-932381-09-2) kann der intelligente Mensch den wahren Sinn und Zweck des Menschen verachtenden Kommunismus entdecken. 

Mir sei nur noch folgendes Zitat aus Suworows Werk gestattet (Zitatanfang): "Die Träume von Marx sind im Prinzip realisierbar. In jedem Land, in jeder Großstadt gibt es richtige Herde des Marxismus -  Gemeinschaften von Menschen, bei denen der Staat dafür sorgt, dass sie völlig kostenlos wohnen, Heizung, Nahrung, Kleidung haben und medizinisch betreut werden. Der Staat garantiert ihnen auch Arbeit. Die Menschen in diesen Gemeinschaften sind formal gleich; sie haben die gleiche Nahrung, die gleiche Kleidung, die gleichen Lebensbedingungen. Wo findet man diese Idylle? In den Gefängnissen. Im Gefängnis ist alles so, wie Marx es vorgesehen hatte: Das Privateigentum ist abgeschafft, die Menschen haben alles Lebensnotwendige, und die Arbeit ist ihnen garantiert. Das Gefängnis ist das Ideal, nach dem jeder beliebige marxistische Staat strebt." (Zitatende).

Mit diesem Hintergrundwissen wird Ihnen Operation Flashpoint noch mehr Spaß bereiten und Sie werden alles geben, um die freiheitsliebenden Inselbewohner vor den marxistischen Angriffen zu schützen.


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