Systemanforderungen laut Hersteller: Mindestens Pentium 133 Mhz oder kompatibel - Windows 95 mit 16 MB - Windows98 mit 32 MB Ram - 4x CD-Rom-Laufwerk - 150 MB Festplattenspeicher - 2 MB VRAM SVGA-Grafikkarte - DirectX kompatible Soundkarte - Windows95/98 kompatible Maus - 1 CD pro Computer bei Mehrspieler-Modus (immer 32 MB Ram erforderlich)  Fazit
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Rezension

Fazit:  

Mech Commander von Microprose hebt sich erfrischend von anderen Echtzeit-Strategiespielen ab, da 1.maximal 12 Einheiten kommandiert werden und 2.Planung, Organisation und Ausrüstung der eigenen Truppen, welche im Verlauf der Kampagne an Erfahrung gewinnen und soz. "Persönlichkeiten" sind, haben entscheidende Bedeutung über Sieg oder Niederlage! Wargamer, die gerne auch mal gelungene Echtzeit-Strategie kennenlernen wollen (denen es aber bisher immer zu blöde war nur Hunderte von eigenen Einheiten auf ebenfalls Hunderte von Feind-Einheiten zu hetzen) denen sei Mech Commander empfohlen. Die Einsätze sind abwechslungsreich, perfekt präsentiert und grafisch hervorragend umgesetzt. Unmengen von Einzelheiten wurden berücksichtigt und planerischen Aktivitäten, sowie kreativem Kampfroboterbau sind kaum Grenzen gesetzt. Seine "Jungs" wachsen einem im Verlauf der Kampagne so richtig ans Herzchen und man flucht schon mal deftig, wenn es einen von ihnen dann doch einmal erwischt



Rezension:

Mech Commander von Microprose (programmiert von Fasa Interactive) ist ein Echtzeit-Strategiespiel, welches im Battletech-Universum angesiedelt ist. Im Gegensatz zu anderen Spielen dieses Genres, wo Hunderte von Einheiten befehligt werden, übernimmt der Spieler die Führung einer Gruppe von maximal 12 dieser enormen Kampfroboter. Er ist also der Kommandant einer Mech-Kampfroboter-Truppe und nicht nur verantwortlich für die Durchführung der ihm aufgetragenen Missionen, sondern auch für die Erhaltung, Verbesserung und Organisation der ihm anvertrauten Mechs. Neben Kämpfen in Echtzeit kommen also noch planerische Effekte in dem Spiel zum tragen.

Das Eröffnungsvideo ist spannend, mit guten Schauspielern abgefilmt und stimmt einen sofort auf die zu erwartenden Aufgaben ein. Die Missionsziele werden ebenfalls in kleineren Videos dargestellt, was einem das Gefühl gibt wirklich in einem Einsatz zu stehen. In dem Menü "Besprechung/Aufstellung" werden nun die Roboter samt Piloten für die Mission ausgewählt, was leicht mit "ziehen" der Maus möglich ist. Eine Übersichtskarte zeigt den aktuellen Standort der Truppe, sowie deren Ziele. Natürlich hat jeder Pilot auch so seine besonderen Stärken und Schwächen und deshalb werden Werte (in Form von längeren oder kürzeren Balken) für Schiessen, Steuern, Sprung und Sensoren angezeigt. Neben der Kennung (Name) des Piloten wird auch sein derzeitiger Dienstrang bzw. Erfahrungslevel (Greenhorn, Berufssoldat etc.) verraten. Je mehr Kämpfe ein Pilot besteht und überlebt, desto mehr gewinnt er an Erfahrung und Können dazu. Die Missionsziele sind aber auch noch nachzulesen und da man sich ja nicht immer alles merken kann, ist das eine sinnvolle Sache. In einem weiteren Menü (Kauf) kann der Mech Commander (also der Spieler) nach Herzenslust die schönsten Zusätze für seine Stahlboliden erwerben - vorausgesetzt es stehen ihm genügend RP (Ressourcenpunkte) zur Verfügung. Diese überaus begehrten RP erhält der engagierte Mech Commander nach erfolgreich abgeschlossenen Missionen. Wie gesagt, in dem Menü "Kauf" gibt es neue Mechs, Piloten, Komponenten (Waffen, Sensoren etc.) und Fahrzeuge. Neben 18 Mechs, für die 29 verschiedene Waffen und 9 Komponenten erhältlich sind, findet man noch 25 Fahrzeuge. Dies alles und die 12 stationären Bauten (Waffentürme, Generatoren etc.) die im Spiel vorkommen, wird vorbildlich im Benutzerhandbuch beschrieben. Nachdem der Mech Commander (Spieler) nun seine Auswahl getroffen und alle Einkäufe getätigt hat, kann der Einsatz beginnen. Die Mechs bewegen sich per Mausklick zum vom Spieler gewünschten Ort, sofern sie vorher einzeln oder als Gruppe angewählt wurden. Ein weg-blendbares Menü (oben links auf dem Monitor sichtbar) ermöglicht die Spezifizierung der Befehle (schnellere Bewegung, Angriff auf Nahdistanz etc.) und enthält weitere nützliche Funktionen, wie Zoom der Übersichtskarte, Missionsstatus, Artillerieunterstützung oder Vergrößerung der Spielkarte, um nur einige zu nennen. Jeder Mech, jedes Fahrzeug und jedes Gebäude weist beim Anklicken auf dasselbe einen Balken auf, der die aktuelle Stärke bzw. Panzerung anzeigt. Bei Treffern verringert sich dieser Balken und verfärbt sich zusehends ins Rote - bis die entsprechende Einheit dann farbenfroh explodiert. Die Grafik ist detaillreich, aber nicht überladen, so dass ein guter Überblick gewährleistet bleibt. Die Spielkarte, auf der sich unsere Battlemechs bewegen, ist recht groß und wird erst beim Marsch entdeckt, ich will sagen: Die "Schwärzung" unbekannten Gebietes verschwindet, sobald unsere Mechs sich in der Umgebung fortbewegen. Bei Gefechten züngeln die Flammen, prasseln die MG-Salven und rauchen die Raketen nur so herum. An Auswirkungen auf die arglose Natur, die glücklicherweise ja nur eine virtuelle ist, wurde auch gedacht: Bäume werden durch unsere metallenen Monster einfach platt getreten und Wälder geraten in Brand. In der Hitze des Gefechtes sollte ein Mech Commander aber immer cool bleiben und nicht auf harmlose Sportwagen oder Autos ballern, die zwar auch von den Sensoren erfasst und mit einem Stärkebalken versehen werden, aber unbewaffnet sind! Die Umgebungslandschaft sollte zu taktischen Vorteilen genutzt werden, denn die verschiedenen Missionen der Kampagne sind nicht nur mit starker Feuerkraft zu gewinnen. Das ist genau der Unterschied zu vielen anderen Echtzeit-Strategiespielen! Die maximal zwölf Einheiten (man beginnt mit drei Mechs) bleiben einem erhalten und unterstehen in der gesamten Kampagne dem Mech Commander (Spieler). Es können keine Fabriken zum Bau neuer Einheiten und deren Massenproduktion errichtet werden, um dann mit unzähligen Trupps den Feind zu plätten, nein diese "Taktik" bleibt anderen Echtzeit-Strategiespielen überlassen. In Mech Commander sollte sich der Spieler Zeit zur Planung eines Einsatzes lassen. Die Mechs sollten sinnvoll zusammengestellt und ausgerüstet werden. Da die Missionen recht unterschiedlich sind, treibt sich der Mech Commander des öfteren in den Kauf- und Modifikationshangars herum..... Durch die Vielzahl der Waffen und Komponenten stehen dem Spieler unglaublich viele Mech-Varianten zur Verfügung. Das Schönste daran ist: Er baut sie selbst zusammen! Auf dem Schlachtfeld können feindliche Gebäude u.U. gekapert oder besetzt werden und nach einer Schlacht besteht die Möglichkeit Beutegut einzusacken, welches die "Bataillonsschrauber" der Instandsetzungstruppe dann fachgerecht ausschlachten. Mech Commander ist schon ein besonderes Echtzeit-Strategiespiel und die Vielzahl der "Awards", die es bisher schon einheimsen konnte, zieren es zu Recht!


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