Systemanforderungen laut Hersteller: Mindestens Pentium 166 Mhz oder kompatibel - Windows95/98 mit 32 MB Ram - 2x CD-Rom-Laufwerk - 240 MB Festplattenspeicher - 2 MB VRAM Grafikkarte - DirectX kompatible Soundkarte - Windows95/98 kompatible Maus Fazit
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Rezension

Fazit: 

Ich gestehe: Mech Warrior 3 von Microprose hat sich direkt in mein Spielerherz geblastert! Ich bin schon fast ein bisschen stolz, das ich so einen Metallriesen beherrschen kann. Das gibt einem einfach dieses tolle Gefühl so richtig fett stark zu sein. Die ganze Simulation ist voll gelungen und neben der Action kommt die Planung und das Ressourcenmanagement nicht zu kurz, die einfach zu einer Simulation dazu gehören. Wenn dann alles noch so leicht zu bedienen ist und dank der sehr guten Handbücher und der Tastatur-Referenzkarte dieser Part ebenso viel Spaß bringt, wie das Kämpfen, ja dann ist dieses Spiel nur zu empfehlen. Wer nicht immer nur Panzer Simulationen spielen will und auch gerne mal über den "Tellerrand" schaut, der kann beherzt bei Mech Warrior 3 zugreifen. Er wird garantiert nicht enttäuscht werden - ganz im Gegenteil!



Rezension:

Mech Warrior 3 von Microprose ist ein action-geladenes Kampfspiel, bei dem der Spieler die Rolle eines Mechkriegers einnimmt. Gleich vorneweg muss ich anmerken, das die Grafik absolut spitze ist und der Sound, wie auch die Geräuschkulisse, dem Spiel eine packende Atmosphäre verleihen. Die Mechs sehen beeindruckend aus und bewegen sich flüssig animiert durch die Landschaft. Das Stampfen der riesigen Stahlfüsse hämmert in den Boden und jede Waffe hat ihren spezifischen Klang.

Nun, nachdem ich mich ausgiebig als Mech Commander betätigt hatte (siehe Review Mech Commander), bekam ich doch mal Lust selbst in so einem Kampfroboter Platz zu nehmen. Wäre doch gelacht, wenn der alte Panzermeyer hier nicht was beschicken könnte! Gesagt, getan - und los ging´s! Nachdem ich brav die Trainingsmissionen absolviert habe, um mich mit den zahlreichen Funktionen dieser Kampfroboter vertraut zu machen, fühlte ich mich dann auch berufen mein Können in der Kampagne unter Beweis zu stellen. Diese Trainingsmissionen sind wirklich sehr sinnvoll, denn ohne sie wäre mein Mech garantiert nur zu einem Haufen Altmetall verarbeitet worden. Sicher war ich zu Beginn der Kampagne noch kein Elite-Pilot - und hin und wieder musste ich (mal eben schnell) auf der Tastatur-Referenzkarte nachschauen, aber die Grundfunktionen hatte ich doch schon ganz gut drauf. Zum Glück hatte ich noch meinen Microsoft Sidewinder Pro Joystick, der sich hervorragend für dieses Spiel eignet und die Steuerung der Mechs leicht macht. Also: Die Missionsbesprechungen sind sehr realistisch geraten. Videoschnipsel einer Aufklärungskamera zeigen einem die wichtigsten Ziele auf einer Übersichtskarte an. Danach wird noch einmal alles genau in Wegpunkten festgehalten und zu guter letzt kann man jederzeit per Tastendruck auf F12 die Ziele in Kurzform einsehen. Jetzt wird es spannend, denn der erste Feindkontakt steht bevor! Einige "Bulldog" Panzer wollen mir ans Leder. Die Dinger sehen ja richtig niedlich aus von hier oben, leider spuken sie mir doch zuviel Blei und ich lasse sie mal von meiner AK 10 kosten. Das bekommt ihnen  gar nicht gut und zurück bleiben lodernde Flammen und zerstörtes Metall. Ja, Altmetall pflastert von nun an meinen Weg durchs Battlemech-Universum! Da, plötzlich taucht der erste ernst zu nehmende Gegner auf: Ein feindlicher Mech! (Schluck!) Der sieht ja ziemlich übel aus. Was soll´s ran an den Feind und gleich mal die LSR 10 Raketen ausprobiert! Ich wähle den Feind-Mech als Ziel aus und benutze mein Zielfadenkreuz-Fenster um ihn näher sehen zu können. Endlich verrät mir das Piepen, dass das LSR-Zielgerät den Mech geortet und erfasst hat. FEUER! Die Rauchfahnen meiner davon zischenden Raketen nehmen mir für Bruchteile von Sekunden die Sicht. Treffer! Tatsächlich getroffen. Hurra. Leider war der Schaden aber nicht sehr groß, deshalb gleich noch eine Ladung hinterher! Wieder rauschen die Raketen los. Der feindliche Mech hat mich natürlich zwischenzeitlich bemerkt und der Beschuss scheint ihm gar nicht zu passen. Er kommt auf mich zu. Ein Nahkampf ist nun unvermeidbar. RUMMS! Mein Mech kippt um. Oh, nein, was ist denn nun los. Eine feindliche Raketensalve hat mich voll erwischt und meinen Boliden zu Boden krachen lassen. Schnell die "G" Taste gedrückt und schon richtet sich mein Mech vom Typ "Guerilla" wieder auf. Mann - und ich dachte schon das wäre es gewesen. Na warte du Hansel, denk ich mir und verpasse meinem Gegenüber eine volle Laserladung in sein linkes Roboter-Bein. Die Schadensanzeige unten links verrät mir sofort, das ich ihn gut erwischt habe. Er humpelt und sein linkes Bein weist rötliche Verfärbung auf. Gut, gut. Das wird jetzt meine Taktik sein. Ich ziele nur noch auf diese wunde Stelle, denn so bleiben die restlichen Teile des Mechs relativ unbeschädigt und ich kann sie als Beute nach der Schlacht bergen. Man kann ja nie wissen, was man noch mal so alles gebrauchen kann..... Feuer-Feuer-Feuer- ich jage die Laserschüsse raus. Leider trifft nicht jeder Schuss, aber es geht einfach alles sehr schnell und der feige Sack will sich jetzt auch noch aus dem Staub machen! Plötzlich heulen alle Warnsirenen auf und die Meldung: "Achtung der Reaktor steht kurz vor der Kernschmelze!" lassen mich zusammenzucken. Mist - Überhitzung!! Durch die schnelle Schussfolge habe ich mein System überlastet und die Hitze wurde zu groß. Durch die "F" Taste kann ich das wieder in den Griff kriegen. Alles klar. Mit der Maschinenkanone gebe ich ihm dann den Rest. Die Schüsse krachen dumpf auf seine Panzerung und dann, endlich, zerfetzen sie das metallene Bein. Der Gegner schwankt und kracht zu Boden. Sieg! Erleichterung verdrängt die Anspannung der letzten Sekunden. Ich muss allerdings feststellen, das auch mein Roboter nicht unbeschadet geblieben ist. Ich rufe per Funk meinen mobilen Feldstützpunkt und weise ihm einen Treffpunkt zu. Nichts wie hin da, denn ich brauche dringend Reparaturen und neue Munition, bevor ich den Auftrag zu Ende führen kann. Ja, Mech Warrior 3 bietet richtig coole Action und das Gefühl, selbst in so einem Kampf-Roboter des Battlemech-Universums zu sitzen, wird dem Spieler geradezu beängstigend realistisch vermittelt. Das ist ja eine richtige Kampfroboter Simulation! Doch zu einer Simulation gehört natürlich noch mehr als reine Action und perfekte grafische Umsetzung. Was ist denn noch so in Mech Warrior 3 enthalten? Nun, ich denke die Bedingungen werden voll erfüllt, denn nach einer Schlacht sammeln die Fahrzeuge des mobilen Feldstützpunktes (Ihr werdet diese Jungs zu schätzen wissen!) nicht nur Munition und Roboterteile auf, sondern sie stehen einem während eines Einsatzes auch für Reparaturen zur Verfügung. Ziehen Sie diese schutzlosen Kerlchen aber nicht zu dicht an den Feind, denn sonst könnten sie zerstört werden, was dann auch das Ende Ihres Roboters nach sich ziehen wird. Die schönste Kampfmaschine ist eben ohne Munition nichts wert und werden fällige Reparaturen nicht ausgeführt muss man bald mit einem Schrott-Mech ins Gefecht humpeln. Da stehen die Erfolgsaussichten dann nicht besonders hoch. Nicht nur der mobile Feldstützpunkt kann rumkommandiert werden, sondern auch befreundete Mech-Kameraden. Lassen Sie Ihre Kameraden ein Ziel angreifen oder schicken sie die treuen Gefährten zur Reparatur - all das (und noch mehr) ist möglich! Nicht nur im eigentlichen Missionsgeschehen wird gespielt - vor einer Schlacht kann ihr Mech nach Ihren Vorstellungen modifiziert werden. Das eine schicke neue Lackierung nur der "letzte Schliff" sein sollte, ist sicher nachvollziehbar. Wichtiger ist die richtige Bestückung der Kampfmaschine mit Waffen und Komponenten, von denen es enorm viele gibt. Es sind 32 verschiedene Waffensysteme mit über 80 Waffen und Komponenten! Zur Auswahl stehen aber auch 18 Mech-Kampfroboter, die alle ihre Feinheiten und Unterschiede aufweisen. Der Kreativität werden nur Grenzen durch die maximale Tonnage der Mechs gesetzt. Es bringt eine Menge Spaß an "seinem" Robbi rumzuschrauben, um ihn zu einer noch tödlicheren Kampfmaschine zu machen. Wichtig ist hier die richtige Balance zwischen Feuerkraft, Panzerung und Kühlung zu finden. Die Kampagne führt den Mech-Piloten durch 20 Missionen, weiterhin stehen 4 Trainingsmissionen zur Verfügung und 6 Einzelszenarios. Selbstverständlich gibt es auch Mehrspielerfunktionen für LAN und Internet, die viel Spaß garantieren. Mech Warrior 3 ist ein irres Erlebnis und ich fühle mich richtig wohl auf dem Pilotensitz meines Mega-Metall-Monsters!


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