Pentium II 450 MHz - 64 MB RAM - 3D Hardware-Beschleuniger mit 16 MB RAM - Windows 98/98SE/ME/2000 - DirectX kompatible Soundkarte - kompatible 32 Bit CD-ROM Laufwerke, Grafikkarten, Soundkarten und Eingabegeräte - Microsoft kompatible Maus und Treiber - Microsoft kompatibler Joystick/Joypad bzw. kompatibles Lenkrad - unterstützt LAN und Internet Mehrspieler. Fazit
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Rezension

Fazit:  

Rally Championship 2002 von Ubisoft ist ein gelungenes Rallyspiel, das durch starke Grafik und die Vielzahl an Spielmodi den PC-Raser an den Computer fesselt. Die Lizenzen für die originalen und detailliert dargestellten Fahrzeuge mit unterschiedlichen Motorsounds tragen ihren Teil zum Spielspaß ebenso bei, wie die abwechslungsreichen Strecken. Schön das auch hier eine vernünftige deutsche Sprachversion vorhanden ist und alle Texte gut verständlich sind



Rezension:

Mit Rally Championship 2002 setzt Ubisoft seine Rallyserie fort. Allerdings bietet Rally Championship 2002 eine ganze Menge mehr, als die bisherigen Rallyspiele aus diesem Hause.

Auf wirklich gelungenen und abwechslungsreichen Strecken, 24 an der Zahl, rast der Rallyfahrer durch unterschiedliche "Rallywelten", als da wären Arktis, Kenia, USA und Großbritannien mit Schottland, Wales und Manx. 24 komplett lizenzsierte Autos stehen in verschiedenen Kategorien zur Verfügung und man kann sich sogar noch 3 klassische Bonus-Fahrzeuge erfahren. Beeindruckend sind auch die zahlreichen Spielmodi: Challenge, Arcade, Meisterschaft, Einzelrennen und Mehrspieler. Viel Mühe und Sorgfalt wurde auch auf die Streckenbeschreibung durch den Beifahrer gelegt, die voll gelungen ist. Komplett in deutscher Sprache, sehr gut verständlich und unterstützt durch farbige Markierungen ist man bei Rally Championship 2002 immer gut informiert auf der Strecke unterwegs. Die Grafik sieht edel aus und besonders die Schadensmodelle der Fahrzeuge sind hervorragend umgesetzt worden. Soviel vorweg, öffnen wir nun einmal die Motorhaube....

Die Installation verlief problemlos und ein cooles Introvideo mit fetziger Mucke stimmt ins richtige Rally-Feeling ein. Das Hauptmenü ist klar, sachlich und übersichtlich. Hier wird zuerst einer der bereits genannten fünf Spielmodi gewählt. Nach Erstellung eines Fahrerprofils, bei dem man sich sogar das Geschlecht seines Beifahrers aussuchen kann, gelangt man zur Auswahl der Rallyfahrzeuge. Diese werden in einem Menü von ihrer besten Seite präsentiert. Super detailliert und in strahlendem Glanz drehen sie sich vor den leuchtenden Augen des Spielers. Neben den wichtigsten Leistungsdaten wird beim Modus Challenge sogar der Preis genannt. Dieser spielt hier auch eine Rolle, da Fahrzeuge gekauft werden müssen. Folgende Autos können bei Rally Championship 2002 bewegt werden: Citroen Saxo, Ford Puma, Skoda Felicia, Honda Civic, Nissan Micra, Peugeot 106, Proton Compact, Ford Escort Maxi, Hyundai Coupe, Renault Megane, Seat Ibiza, Vauxhall Astra, VW Golf, Ford Focus, Lancer Evo VI, Lancer Evo V, Peugeot 206, Impreza 2000 Sun, Seat Cordoba, Skoda Octavia, Subaru Impreza, Impreza 2000, Impreza 2001, Hyundai Accent. Zusätzlich können noch die besagten Klassik-Cars frei gefahren werden. Anschließend geht´s ohne Umschweife auf die Piste. Halt. Stop. Natürlich kann noch am Wagensetup gefummelt werden, dieses ist ebenso übersichtlich, wie alle im Spiel enthaltenen Menüs und enthält folgende Optionen für virtuelle Schrauber bereit: Übersetzung - Fahrwerk - Bodenfreiheit - Bremsbalance - Bremskraft - Lenkung - Reifentyp - Reifenprofil -Reifenmischung. Jede Einstellung kostet im Spiel Zeit, welche insgesamt begrenzt ist. Die Einstellungen können einfach mittels Reglern geändert werden. Zur Bedienung derselben ist kein technischer Studiengang oder gar eine Promotion in Maschinenbau o.ä. erforderlich. Erfreulicherweise übertreibt Rally Championship 2002 es hier nicht mit dem Tiefgang in die Technik, denn als Spieler möchte ich in erster Linie Spaß am virtuellen Fahren haben und keinen PC-Lehrgang zum Hilfsmechaniker absolvieren. 

Die abzufahrende Strecke wird in einer Art "Briefing-Menü" nicht nur grafisch dargestellt, sondern auch kurz beschrieben. Nun aber auf zu den Prüfungen, denn es gibt davon mehrere pro Strecke. Je nach gewähltem Modus, unterscheidet sich das Spielvergnügen bei Rally Championship 2002. Im Arcade-Modus müssen leicht erkennbare Checkpoints innerhalb eines Zeitraumes durchfahren werden. In einer Meisterschaft spielt man eben eine komplette Saison durch, ein Einzelrennen ist, wie zu vermuten, die Fahrt auf einer einzelnen Strecke und im Challenge Modus gilt es durch Gewinne neue und bessere Wagen zu finanzieren, denn je nach Platzierung erhält man unterschiedliche Preisgelder. Nach den einzelnen Rennen kann es sein, das der Wagen Blessuren erlitten hat. Vor dem nächsten Rennen hat der Spieler dann Zeit die notwendigen Reparaturen vorzunehmen, allerdings gibt es hier ein Zeitlimit, so dass in schlimmeren Fällen nicht sämtliche Schäden behoben werden können.

Wie bereits erwähnt, ist die gesamte grafische Gestaltung von Rally Championship 2002 sehr gelungen. Die Fahrzeuge sehen super aus, sind sehr detailliert und es werden zudem noch zahlreiche Ansichten geboten, so dass jeder Spieler die Ansicht wählen kann, die ihm genehm ist. Sehr gut umgesetzt wurde hier besonders die reale Fahreransicht mit Cockpit. Die Steuerung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und für meine Begriffe bewegen sich die Autos etwas zu schwammig über die Pisten. Jeder Bodenbelag, ob Asphalt, Schotter, Sand etc. verursacht realistischer Weise andere Fahrgeräusche, doch die Rückmeldung an den Fahrer könnte hier noch etwas differenzierter sein. Die Konfiguration des Eingabegerätes erwies sich auf meinem System auch als problematisch, da das Spiel nach Verlassen dieses Menüs permanent abstürzte. Letztlich spiele ich das Spiel nun mit meinem bewährten Gravis Joystick, was sehr gut geht. Nach etwas Übung kommt man mit der Steuerung und dem Fahrverhalten aber sehr gut zurecht, schließlich muss man sich ja bei jedem Spiel erst einmal mit den Verhaltensweisen der Fahrzeuge vertraut machen. Das Rallyambiente ist jedenfalls gekonnt eingefangen worden. Da spritzt der Dreck, da röhren die Motoren. Jeder Wagen hat nämlich seinen eigenen Motorsound, was absolut spitze ist. Je nach Bodenbelag verdreckt das Fahrzeug auch ordentlich, so dass die Glanzpolitur bald über und über mit Matsch bespritzt ist. Sieht cool aus und erhöht den optischen Realismus enorm. Besonders stolz ist man, wenn man scharfe Kurven oder Kehren, mittels gekonnter Aktionen der Handbremse, schleudernder Weise in hohem Tempo durchpflügt. Ja, das ist wahres Rallyfahren! Johlende und jubelnde Zuschauer säumen hin und wieder die schwierigen, aber niemals unmöglichen Strecken und heizen den Spieler zu Höchstleistungen an. Spaßig sind auch mögliche diverse Abkürzungen, die nah an der Strecke liegen und die benötigen Sekunden bringen können. Perfekte Beherrschung des Fahrzeugs sind jedoch Voraussetzung, da diese neben der eigentlichen Piste gelegenen Fahrmöglichkeiten oft Hindernisse, wie Bäume oder Felsen aufweisen, die es geschickt zu umfahren gilt. Stürzt man dennoch einmal von der Strecke ins Meer oder fällt von einem Berg, so wird der Wagen wieder auf die Strecke gesetzt und das Rennen kann fortgesetzt werden, allerdings ist dann natürlich wertvolle Zeit verloren. Rally Championship 2002 fesselt den Spieler und bietet eine reiche Vielfalt, welche durch den Mehrspielermodus positiv abgerundet wird.


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