Systemanforderungen laut Hersteller: Pentium 133 Mhz - 32 MB Ram - Windows95/98 - DirectX-kompatible 2D Grafikkarte mit 2 MB VRAM und 16-Bit-Farbanzeige (High Color) - 4fach CD-Rom - DirectX-kompatible Soundkarte - 200 MB unkomprimierter freier Speicherplatz - DirectX 6.1 oder höher. Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:

Shadow Watch ist ein rundenbasiertes Taktikspiel. Aufgrund der kleinen Spielkarten und der maximal sechs Einheiten ist es ideal für Genre-Neulinge. Hier kann mit dem leicht zu bedienenden Menü und der einfachen Spielweise ein toller Einstieg für jüngere Spieler in das schöne Hobby der rundenbasierten wargames gegeben werden. Der witzige Comic-Stil tut hier ein übriges, die Hintergrundgeschichte ist modern und sogar einigermaßen nachvollziehbar. Ganz so einfach ist Shadow Watch aber nun doch nicht, man sollte sich nicht von der Comic-Grafik täuschen lassen! Jedes Teammitglied muß seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden, sonst wird man in einer Operation nicht sehr weit kommen. Die Systemanforderungen begnügen sich auch mit älteren PC´s, so dass für Shadow Watch kein High-End-Computer angeschafft werden muß. Schüler und Studenten werden es Redstorm Entertainment danken.



Rezension:

Shadow Watch von Redstorm Entertainment wird in Deutschland von Take2 vertrieben. Hinter Redstorm verbirgt sich natürlich kein geringerer als Mr. Tom Clancy, der für seine erfolgreichen Rainbow Six Spiele schon viel Lob einheimsen konnte. Mit Shadow Watch bereichert er diesmal das Genre der rundenbasierten Strategiespiele. Allerdings auf eine relativ unorthodoxe Art und Weise, denn Shadow Watch ist grafisch in Comic-Form gehalten! Mal ganz was anderes, aber warum nicht? 

Der Spieler übernimmt die Kontrolle der sechs Mitglieder der Shadow Watch, die sowohl aus unterschiedlichen Nationen stammen, als auch verschiedenen Geschlechtes sind. Da wäre der Brite Archer, die Asiatin  Lily, der Kanadier Bear, Rafael aus Brasilien, Maya aus den USA und Gennady aus Russland. ( Ich hätte natürlich lieber eine heiße Brasilianerin, z.B. Rafaela aus Rio oder so... ;-)) gesehen, aber nun denn. Vielleicht im zweiten Teil....). Jedenfalls hat jedes Mitglied dieses Teams ganz besondere Eigenschaften, die durch Zugewinn an Erfahrung  weiter verbessert werden können. Rafael ist z.B. der Sprengstoffexperte und Maya eine Scharfschützin usw...  Bei jedem Einsatz gewinnen die Teilnehmer an Erfahrung und nach dem Erreichen einer gewissen Anzahl an Erfahrungspunkten, kann im Training eine Eigenschaft verbessert werden. Dadurch wird im Laufe der Zeit eine Spielfigur immer schlagkräftiger. Werfen wir aber erstmal einen Blick auf das Spielkonzept: Es gibt die Möglichkeit einzelne Szenarien oder aber komplette Operationen zu spielen. 

Einzeleinsatz: Der Spieler kann nun frei den Einsatztyp wählen. Es gibt folgende Typen: Angriff, Verteidigung, Entführung, Überfall, Zerstörung, Rettung, Überwachung und Raub. Der Ort des Geschehens kann ebenso frei gewählt werden. Folgende Schauplätze stehen zur Auswahl: Rio de Janeiro, Hong Kong und Baikonur, wobei pro Schauplatz je sechs Karten vorhanden sind. Bsp.: In Rio gibt´s u.a. den Nachtclub, in Hong Kong z.B. ein ultra-modernes Büro und in Baikonur, welch Wunder,  einen Militärstützpunkt. Es kann also auf insgesamt 18 Karten rundenbasiert gekämpft werden. Alle Karten sind relativ klein und die Kämpfe oder Aktionen finden eigentlich immer in Gebäuden statt. An Feinden stehen pro Schauplatz jeweils drei Gruppen zum Niedermachen bereit. Bsp.: In Rio soll es so einen "Orden des Lichts" geben, in Hong Kong natürlich die bösen "Triaden" und in Baikonur die "Russische Armee". Es gibt insgesamt 9 gegnerische Parteien, gegen die gekämpft werden kann und soll. Nun kann noch der Wachmodus und die Alarmbereitschaft der Gegner in drei Stufen eingestellt werden (niedrig, normal und hoch). Alle sechs Teammitglieder können gewählt und voll hochtrainiert in einen Einsatz geschickt werden - oder, wenn man die wahre Herausforderung liebt, wählt man eben nur einen Kämpfer und trainiert ihn überhaupt nicht. Ganz nach Belieben des Spielers. 

Operationen: Operationen unterscheiden sich deutlich von einzelnen Szenarien, da sie mit einer spannenden Rahmenhandlung versehen sind. Hier stehen zwar auch alle sechs Shadow Watch Mitglieder zur Verfügung, aber sie sind zu Beginn einer Operation noch völlig untrainiert und können oft auch nicht alle auf einmal eingesetzt werden. Es ist dann sehr spannend den Verlauf der Hintergrundgeschichte nach und nach in Erfahrung zu bringen, indem man sich von einer Mission zur nächsten durchkämpft. Motivierend wirkt hierbei natürlich der Umstand, das die Kämpfer durch mehr Erfahrung auch immer stärker werden. Es geht in diesen Operationen, die übrigens bei jedem Neubeginn mittels Zufallsgenerator erstellt werden, immer durch alle Szenarien. Ob der Start nun in Hong Kong oder Rio ist, das kann man nie vorher wissen. Die Aufgaben sind dann sehr unterschiedlich: Zuerst bekommt man einige Hinweise und spricht mit einigen virtuellen Personen. Interessant hierbei ist, das immer nur eine Antwort gegeben werden kann, welche den weiteren Handlungsverlauf bestimmt. Diese Rollenspiel-Komponente ist gut integriert und gefällt mir. Es existieren für jede Stadt drei sog. Handlungsstränge und pro Strang bis zu 200 verschiedene Wege, den die Handlung nehmen kann. Hört sich jetzt vielleicht kompliziert an, bedeutet aber einfach nur, das es immer wieder andere Hintergrundgeschichten ( 27 Stück) zu entdecken gibt, die das Spiel auch langfristig interessant machen. ( Nach dieser Rollenspiel-Komponente kommt es nun zur Planung eines Einsatzes: Die Teammitglieder werden für die Mission bzw. den Einsatz ausgewählt, was leicht mittels "Klick-und-Zieh" ( "Drag and Drop") erledigt ist. 

Spielablauf: Jetzt werden die Elitekämpfer der Shadow Watch auf der Spielkarte postiert und schon beginnt es. Nacheinander werden die einzelnen Kämpfer nun über ein leicht zu erlernendes Menü gesteuert. Dieses Menü befindet sich rechts am oberen Monitorrand. Die Kämpfer können in 45º Schritten gedreht, seitlich, rückwärts und selbstverständlich auch vorwärts bewegt werden. Die kess gezeichneten Comic-Kämpfer werden dabei toll animiert. Insgesamt stehen dafür über 9.000 Figurenanimationen bereit. Jede Figur hat Aktionspunkte, die durch Aktionen, wie Bewegung, Drehungen, Werfen oder Schiessen etc.. verbraucht werden. Neben den Aktionspunkten gibt es noch Moralpunkte. Sinken diese Moralpunkte unter einen bestimmten Wert, was durch feindliche Treffer hervorgerufen wird, dann verliert das entsprechende Teammitglied den Kopf und dreht aus der Welle. Jetzt ist es der Kontrolle des Spielers entzogen.  Jede Figur folgt dabei ihrem unterschiedlichen Charakter. Der hitzige Latino Rafael fängt z.B. an in einer Art Kamikaze-Angriff seine Handgranaten auf die Gegner zu werfen, andere versuchen schnell weg zu laufen usw... Nettes Feature, was doch immer mal wieder interessant ist. Werden die Spielfiguren nicht ins Jenseits befördert, dann beruhigen sie sich auch irgendwann einmal und stehen endlich wieder unter Kontrolle des Spielers. Es kommt also darauf an gezielt und unter Deckung vor zu dringen. Jedes Teammitglied sollte schon seinen Fähigkeiten entsprechend eingesetzt werden. Leider gibt es keinerlei Mehrspielermöglichkeiten, was ein eindeutiges Manko an diesem Spiel ist. Die vorhandene Möglichkeit ein absolviertes Szenarium per e-mail an einen Freund zu senden, um dann zu sehen ob er es schneller löst, ist sicher nicht das Gelbe vom Ei.... Shadow Watch zeichnet sich eher durch schnelle und knackige rundenbasierte Gefechte aus. Die Szenarien sind herrlich geeignet für das kurze rundenbasierte Gefecht zwischendurch. Die Operationen nehmen hingegen schon wesentlich mehr Zeit in Anspruch und erfordern weitsichtigen Umgang mit den sechs schutzbefohlenen Elitewächtern.


Hintergrund: 

Sicher haben Sie es ja auch schon lange geahnt! Eine Nation kann ein Programm zur Erforschung des Weltraumes einfach nicht alleine erfolgreich unterhalten. Die Lösung liegt klar auf der Hand: Dann machen eben alle mit, na ja... fast alle. Die beteiligten Länder stoßen aber immer wieder auf unerwartete Probleme und deswegen muß natürlich eine Schutztruppe her. Das ist die Geburtsstunde der Shadow Watch. Eine internationale Schutztruppe aus spezialisierten Elitekämpfern. Sechs davon lernen wir im Spiel von Redstorm Entertainment kennen und führen sie, hoffentlich erfolgreich,  durch die gefährlichen Missionen zum Schutz dieses großen Projektes im Namen und zum Wohle der gesamten Menschheit. Wer mehr über die Hintergrundgeschichte erfahren will, der sollte sich Shadow Watch einmal ansehen. Nur soviel: Da tun sich tatsächlich Abgründe von Korruption, Mord und Verbrechen auf....


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