Systemanforderungen laut Hersteller: 200 Pentium, 16 MB RAM, Windows 95/98, 100% PC kompatibel, 200 MB freier Festplattenplatz, Microsoft kompatible Maus, IPX, IP/TCP LAN und Internet Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:  

Ich hab schon lange kein Strategiespiel mehr gesehen, das mich auf lange Dauer hinweg so gefesselt hat. Die 300x200 Felder große Karte bietet einem eine noch nie dagewesene Möglichkeit seine taktischen Vorstellungen zu verwirklichen. Auch die sauber gezeichneten Grafiken erhöhen den Spielspaß. Die AI ist, für meine Begriffe, die beste die ich kenne. Plötzliche unerwartete Flankenangriffe in Divisionsstärke haben mich schon des öfteren in mehr als mulmige Situationen gebracht. Auch ziehen sich die Feindkräfte bei aussichtsloser Lage, unter Verwendung einer Verzögerungstaktik, sehr geschickt zurück. Auch hier ist die Größe der Karte, die es einem niemals erlaubt alles zu kontrollieren, von sehr großem Vorteil für die Motivation: Schneller, tiefer Stoß in die Tiefe mit nachziehen der Infanterie - mit dem Risiko, das plötzlich ganze Divisionen vom Feind, der seine Bereitstellungen irgendwo in den großen Wäldern hat, eingeschlossen zu werden? Oder doch lieber langsames Vorgehen, wobei sich die verschiedenen Truppenteile decken? Es gibt auch nicht spannenderes als durch Zufall ein mech. Korps auf dem Marsch an die Front zu entdecken, und es plötzlich durch Schlechtwetter und dem dadurch unmöglichen Einsatz der Aufklärungskräfte, wieder aus den Augen zu verlieren.... Ich kann jedem Hardcore-Strategen nur empfehlen sich diese Spiel zumindest einmal anzuschauen. Er wird damit auf jeden Fall über lange Zeit großen Spaß haben.



Rezension: 

Als der Morgen anbricht bezieht die 129ste Schützen-Division nach einem langen Nachtmarsch Stellung außerhalb von Smolensk. Neu an der Front, herrscht eine gewisse Unsicherheit durch alle Dienstgrade trotz der Zusage des Armee Hauptquartiers, das sie in Reserve bleiben würden und mit Sicherheit an keinerlei Kampfhandlungen teilzunehmen hätten. Als die Sonne über dem Horizont in den blauen Himmel aufgeht, ahnen die erschöpften Männer, die sich hinter den Linien der Roten Armee sicher fühlen, noch nichts über den Sturm deutscher Panzer der über sie hereinbrechen wird. Unglücklicherweise ist der Herr des heraufziehenden Sturmes kein anderer, als der Panzerführer Heinz Guderian und die Verteidigungslinie, auf welche sie vertrauen, ist bereits zertrümmert. Der schöne Sommertag, der so friedlich begann, ist gerade dabei sich in einen Tag des Todes und der Verzweiflung zu verwandeln.....

Dies sind die ersten Wort der Einleitung zu diesem taktisch/strategischen Hexfeld-Spiel. Hintergrund zu diesem rundenbasierten Spiel, ist der Versuch der Armeegruppe Mitte, Smolensk einzunehmen. Das ganze findet auf einer über 300x200 Hexfelder (1km pro Hex / 2 Stunden pro Zug) großen Karte, mit mehr als 1500 Einheiten in Stärke von Bataillonen statt. (Inf,Pioniere,Pz,PzGren.,Art,Fla,Brückenbaupioniere,Raketenwerfer,Kavallerie,Panzerabwehr,mot. Inf..). Die Karten sind sehr liebevoll gezeichnet, Bodenerhebungen können durch eine Menüoption hinzu geschaltet werden. Vier unterschiedliche Auflösungen werden uns angeboten. Natürlich ist auch ein 3 D Modus dabei, wobei hier eine Nachbearbeitung der 3 D Grafiken wünschenswert wäre. Mein Favorit ist der schlichte ,aber übersichtlichere 2 D Modus. Das Scrolling ist für ein DirectX Spiel sehr gut gelöst.

Die Möglichkeiten des Spielers reichen vom Eisenbahntransport über Eingraben der Truppen, bis hin zum Brückenbau und Minenräumen durch Pioniere. Die Artillerie kann direkt oder zur Unterstützung eines Angriffs bzw. der Verteidigung eingesetzt werden. Das Spiel setzt auf den Verbund der Waffen, eine Flussüberquerung ohne vorbereitenden Artilleriebeschluss ist fast nicht möglich. Blindes Anstürmen kostet schwere Opfer unter den Einheiten. Einheiten ,die im "Marschmodus" angegriffen werden ,zahlen einen hohen Blutzoll, hier heißt es Aufklärung zu betreiben. Die Aufklärung kann aus der Luft oder durch bodenständige Einheiten geschehen, die der Wirklichkeit entsprechend, einen großen Aktionsradius haben.

Der Russe ist im Spiel an Infanterie überlegen, für den deutschen Spieler gilt es also, seine mechanisierten Kräfte gezielt einzusetzen, um einen Durchbruch zur erzielen. Insgesamt bieten 19 Szenarios eine große Auswahl an unterschiedlichen Aufgaben und Anzahl der daran beteiligten Truppen. Enthalten sind auch 3 vollständige Kampagnen (2 davon mit Vorteilen für jeweils eine der beiden Parteien), welche die vollständige historische Situation nachspielen. Bei diesen Kampagnen ist die eingebaute KI ( künstliche Intelligenz) von sehr großem Nutzen, das sie es erlaubt vom Bataillon weg, bis zur Armee, ein Ziel vorzugeben, welches dann vom Computer selbständig erreicht wird. Der Spielzug setzt sich aus einer Bewegungs- und einer Feuer- und Angriffsphase zusammen. Alle wichtigen Funktionen, die ein Hardcore Strategiespielerherz höher schlagen lassen, wurden eingebaut. Brauchbar ist ebenfalls ein eingebaute Hilfe-Datei, die schnell bei etwaigen Problem Klarheit schafft.

Für besonders gelungen halte ich das "Was wäre wenn Szenario", das den Einsatz von deutschen Fallschirmtruppen vorsieht. Hier ergeben sich ganz neue Möglichkeiten des Feldzuges. Schnell müssen die Fallschirmjäger entsetzt werden, sonst droht ein zweites ARNHEIM.

Enthalten sind natürlich auch: - PBEM Spielmöglichkeit, - Direkt Play (Netzwerk), - wobei auch 2 Spieler auf der selben Seiten spielen können, - Order of Battle Editor, - Szenario Editor, - Screenshot Option, - 3d Karten Ansicht. 


Hintergrund: 

Sommer 1941

16 Juli 20.00 Uhr.
Die Heeresgruppe Mitte nimmt Smolensk. Schwere Häuserkäpfe mit NKWD und Arbeitermiliz sind der Eroberung vorausgegangen. Das erste operative Ziel des Unternehmens Barbarossa ist geschafft Die schnellen Truppen der HG Mitte stehen im Raum Jarewo-Smolensk-Jelnja Rosslawl.
Es sind noch 350 km bis Moskau.
Nun werden die Panzerdivisonen aufgefrischt.Am 15. August sollen sie wieder angriffsbereit ein.Bereit zum Stoss auf Moskau.Währenddessen toben um den Brückenkopf Jelnja schwere Kämpfe. Die rote Armee weiss um diesem Brückenkopf und wirft ihre Reserven dorthin.Trotzdem kann Jelnja genommen werden.Nun warten die Generale auf den Angriffsbefehl gegen Moskau. Die Generäle sind zuversichtlich Moskau noch vor dem Wintereinbruch erreichen zu können.

Doch dann ergeht eine Führerweisung am 21.8.1941:

....Abdrehen der panzergruppe 2 nach Süden um sich in Besitz der Ukraine zu setzen....

Die Generäle bestürmen Hitler diese Weisung zu ändern, da nach ihrer Meinung dieser Stoss nicht den Feldzug entscheidet.
Doch Hitler antwortet :

...Wir brauchen das Getreide der Ukraine.Das Öl des Kaukasus...

Nun wird Krieg durch Kriegswirtschaft ersetzt. Die Heeresgruppe Mitte schwenkt nach Süden um die Kesselschlacht bei Kiew zu schlagen.Moskau wird dadurch gerettet. Die Tragödie nimmt ihren Lauf.


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