Systemanforderungen laut Hersteller: Pentium Prozessor - 32 MB RAM (empfohlen: 64 MB RAM) - 16 MB Grafikkarte (empfohlen: 24 MB) - 120 MB Festplatten Speicher - Maus - Microsoft Windows 95 / 98 - Microsoft DirectX version 7.0 Fazit
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Rezension
Hintergrund

Fazit:  

Mit Space Empires IV ist Shrapnelgames m.M. nach ein absoluter Hit gelungen. Selten wurden die vielfältigen Möglichkeiten im Weltraumleben so ausgereizt wie mit diesem Programm. Spielspaß und Interesse sind bei Space Empires IV auf lange Zeit gesichert. Das Programm ist auf jeden Fall eine Kaufempfehlung wert. Mit Space Empire IV wird selbst der eingefleischte Wargamer an seine Grenzen gelangen und zwar recht schnell. Für mich persönlich gibt es momentan, was die Beweglichkeit und Spielvariabilität anbelangt, kein Spaceprogramm das Space Empire IV das Wasser reichen kann. Von der Grafik her ist Space Empires IV eher durchschnittlich, aber das stört bei diesem Programm nicht weiter, die Akzente werden auf andere Bereiche gesetzt und das ist gut so. Denn was nützt die beste Grafik, wenn das Interesse des Spielers nach kurzer Zeit wegen chronischer Langeweile verloren geht. Das ist bei Space Empires IV mit Sicherheit nicht der Fall. Ich sehe schon zahlreiche Nächte vor mir die aus Zeitmangel nicht verschlafen werden können, da man gerade wieder einmal eine wichtige Entscheidung für sein Space Empire Völkchen treffen muß.



Rezension:

Space Empires IV von Malfador Machinations wird von Shrapnelgames vertrieben. Die Installation des 120 MB großen Spieles funktioniert reibungslos unter den gängigen Windowsarten ab Windows 95. Schnell sind die vorgesehenen Datenmengen auf dem Rechner abgespeichert und im Prinzip kann es auch schon losgehen, um sich einen Platz im Space Empire IV Universum zu erkämpfen. Informationen zum Spiel sind einmal als 45seitiges Buch und als Datei auf der CD vorhanden. Überraschend fällt schon einmal der Bereich der Grundeinstellungen für das Spiel auf. Unter der Vielzahl an vergleichbaren Programmen, wie Starfleet Battles, Master of Orion, Star Fire und Wing Commander gibt es kein Programm, das schon in der Anfangsphase so eine Vielzahl an Einstellungen für das weitere Spiel erlaubt. Über Art der Rasse mit einer Vielzahl an wählbaren Vorgaben wie Einstellung und Stand, Name der Rasse, Fähigkeiten der Rasse, Art der Regierungsform und Titel des Spielers, bis hin zur Auswahl der Größe (mehr als 100 Planetensysteme mit jeweils über 15 Planeten) und Art der Galaxie (Spiralgalaxie usw.) sowie Anzahl der Gegner (bis max. 20) ist alles möglich, machbar und einstellbar. Noch nie zuvor habe ich so eine Vielzahl an Grundeinstellungen in einem Programm vorfinden können im Bereich der Weltraumspiele.

Hat man es endlich geschafft seine Wunschvorstellungen zusammenzutragen, so begibt man sich jetzt ins Spielgeschehen. Wer vorher gut erstellt hat, kommt jetzt in den Genuß einer etwas leichteren Spielmöglichkeit. Denn genauso wie es am Anfang eine Vielzahl zum einstellen gab, bekommt der Spieler auch jetzt die Möglichkeit sein Imperium mit den geeigneten Mitteln aufzubauen. Entweder startet man mit einem Planeten oder mit mehreren Planeten und der dementsprechenden Infrastruktur. Diese Struktur hat man auch bitter nötig, da man zwar mit seinen Gegnern ins diplomatische Geschäft kommen kann, aber wie sagte schon Konfuzius: Vertrauen ist gut, Vorbeugen ist besser.

Zuerst einmal steht das Forschen und Aufbauen im Vordergrund. Bei etlichen hundert Forschungsmöglichkeiten mit weit über 500 einzelnen Komponenten und weit über über 300 Einrichtungen die das Ganze unterstützen, hat man ganz schön zu tun um seinen Laden in Schwung zu bekommen. Entscheidend ist dabei eine vorher exakt geplante Forschungsstrategie, sonst geht das Spiel relativ schnell zu Ende. Am Start des Spieles gibt es eigentlich kaum Probleme beim Aufbau, die Hektik bricht erst mit dem Aufbau eines voll kontrollierten Sonnensystems aus. Hierbei muss auf die unterschiedlichen Planeten und ihre Atmosphäre geachtet werden, sowie ihre Mineralzusammensetzung. Vorteilhaft ist es natürlich, wenn die zahlreichen Berater (Minister) einem einige Arbeiten abnehmen, aber auch hier gilt Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser, denn wie im richtigen Leben machen auch bei Space Empires IV die Herrn nicht immer das was sie machen sollten. Hat man dann seine Technologielevel erhöht und jedes brauchbare Upgrade eingebaut, geht es an die Erforschung des eigenen Planetensystems. Und auch hier stößt man auf zahlreiche Möglichkeiten: über Schwarze Löcher, Asteroidengürtel, Gasgiganten und kosmischen Stürmen kann man seine unterschiedlichen Raumschiffe, die man zuvor selbst erstellt und designt hat, zum Einsatz bringen. Träger und Kreuzer unterstützen eine Landemaßnahme von Kolonieschiffen. Jäger schwirren wie Fliegen umher, Truppen, Minen und Satelliten werden an die benötigten Punkte gebracht. Und sollte es ein Gegner wagen uns bei unserer Besiedelung zu stören, so wird er aus dem Weltall gepustet, aber auch hier gilt lieber einmal zu vorsichtig sein als hinterher die Torte im Auge zu haben. Kommt es doch zum galaktischen Zusammenstoß so muss mit kühler und logischer Überlegung der Angriff oder die Abwehr durchgeführt werden. Aber man sollte immer bedenken eine Schlacht kann jeder gewinnen, einen Krieg gewinnen nur wenige. Wenn dann an vielen Fronten gekämpft wird hat auch wieder derjenige Vorteile, der Sonnensysteme oder markante Planeten, die nicht für eine Besiedelung oder Rohstoffausbeutung geeignet sind, zu starken Abwehrfestungen ausgebaut hat. Auch nicht zu verachten ist die diplomatische Note bei der Alliierte einem hilfreich mit der einen oder anderen Raumflotte unter die Arme greifen. Das gibt für jeden Gegner eine böse Überraschung. Das Besondere an den Raumschlachten ist letztendlich auch noch die Möglichkeit ein bisschen Spionage zu betreiben, denn der große Feldherr und Weltenlenker sollte immer auf dem Laufenden sein, hinsichtlich der gegnerischen Schiffstypen. Space Empire IV bietet für jeden Feldherrntypus die jeweils eigene Strategie.


Hintergrund: 

Im Weltraum ist schwer was los. Gegen Ende des 24. Jahrhunderts expandieren galaktische Rassen nach alle Seiten der noch unerforschten Weite des Weltalls. Der Wettlauf um die günstigsten Ressourcen, um Macht und Einfluß, um die Erforschung des Alls und letztendlich um die Besetzung von Sonnenssystemen für die eigene Rasse hat begonnen. Eine der wohl kultigsten Weltraumserien hat mit Space Empires IV endlich wieder eine gelungene Fortsetzung gefunden. Kaum ein Weltraumgame hat bisher mehr als Space Empire IV der Vielzahl an Wünschen und Bitten seiner zahlreichen Fans Rechnung getragen.


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